Geschichte

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 Vorgeschichte des SK Birseck

End des ersten Weltkrieges und in den 20er Jahren trafen sich in Dornachbrugg regelmässig einige Freunde des Schachspiels, die sich hauptsächlich aus anthropsophischen Kreisen rekrutierten, denen aber auch Dr. Bruno Erzer, Zahnarzt in Dornachbrugg, Coiffeur Charles Koller, der über dem Rasiertisch ein Schachbrett mit Positionen aus aktuellen Partien montiert hat und auch Hans Boder, später erster Präsident des Schach Schachklub Birseck, der unter ihm später dem Schweizerische Schachverband beigetreten ist, angehörten. Absoluter Leader dieses Kreises war Magister Otokar Prochazka. Er betreute in Dornachbrugg eine Apotheke und verschrieb sich in der Freizeit vollständig dem Schachspiel. Er erreichte Meisterstärke und gehörte auch der Basler Schachgesellschaft an.

Dr. Lasker,Emanuel – Prochazka,Otokar [C12] Simultan , 27.05.1919
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Lb4 5.exd5 Dxd5 6.Lxf6 Lxc3+ 7.bxc3 gxf6 8.Sf3 b6 9.Le2 Lb7 10.0–0 Tg8 11.Kh1 Sd7 12.Tg1 0–0–0 13.Se1

Bild1 Lasker - Prochazka

Dr. Erwin Voellmy schrieb damals in den Basler Nachrichten: Die Kombinationskraft, die Schwarz hier bezeugt, verdient alle Anerkennung. 21.dxe5 fxe5 22.Dxf7? T8g7 23.De8 e4 24.c5? Dxh2+ 0–1

Prochazka besiegte nicht nur den damaligen Weltmeister, wie in dieser Partie, sondern auch 1917 auch den Schweizer Berufschachspieler Hans Fahrni in einer Simultan-Partie.

Am Schweizerischen Schachturnier 1916 in Zürich gelangte er unter die Preisträger. Nicht ohne Absicht, später wieder in die Schweiz zurück zu kehren ging Otto Prochazka in sein Vaterland zurück, wo er am 23.3.1923 in Pilsen verstarb.

In den dreissiger Jahren gründeten die Brüder Werner und Paul Burri die Schachfreunde Münchenstein. Werner wanderte noch vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach Argentinien aus. Paul präsidierte die Schachfreunde, die regelmässig in der Kaffeehalle Hofmatt tagten. Er war es auch, der 1939 die Fühler nach Arlesheim ausstreckte. Die Arlesheimer trafen sich in der Regel am Sonntagvormittag bei der Familie Vetter. Sie hatten ihrerseits Kontakte mit dem Dornachkreis. 1939 kam es in der Traube zu einem Turnier, bei dem Mitglieder des Schauspielhauses Goetheanum eine grosse Rolle spielten. Dabei waren aus Arlesheim Paul Müller, Koni Meier und Franz Vetter, aus Münchenstein Paul Guldimann und aus Wohlen Viktor Wohler. Die beiden 16jährigen Franz Vetter und Paul beteiligten sich in jenen Jahren auch an regionalen Anlässen.

Den Klub in Arlesheim gründeten Damen und Herren aus dem Umkreis von Sekundarlehrer Joseph (Seppi) Häring, der gelegentlich auch in der Schule Schach unterrichtete. Seine damaligen Schüler Konrad Meier, Franz Vetter, die Geschwister Margrit und Trudy Strub und Paul Müller gehörten auch dazu. Ausser dem erwähnten Turnier in der Traube Dornach führte man weitere Anlässe zusammen mit Münchenstein und Dornach durch. So einen Anfängerkurs von Seppi und einem Simultan des damals 16jährigen Paul Müller im Restaurant Jura.

1940 – 1945

Die Angelegenheit „Schachklub“ konkretisierte sich in Arlesheim und verzögert durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges, traf man sich am 11. Oktober 1940 im „Elsässer“ Arlesheim zur Gründungversammlung. Der neue Klub und der Patenklub Münchenstein erhoben denselben Beitrag 10 Rappen pro Monat, plus 50 Rappen/Jahr für den Basellandschaftlichen Schachverband. Die beiden Klubs, die Dornacher zählten zu Arlesheim, wählten eigene Vorstände und man führte getrennte Rechnungen. Nach Aussen trat man als „Schachfreunde Birseck“ gemeinsam auf. Die Komissionen der drei Organisationen verstrickten sich: Paul Burri war Präsident in Münchenstein (Spielabend jeden Dienstag in der Kaffeehalle Hofmatt), Paul Müller in Arlesheim (Freitag im Elsässer). Den Schachfreunden stand Paul Burri vor, Paul Müller war Spielleiter. Die erste Vorstandssitzung des SKA sollte bereits zwei Tage später, am 13. Oktober 1940 wiederum im „ Elsässer“ stattfinden. Die Zusammenkunft platzte infolge einer Alarmübung. Am 17. Oktober klappte es und die eingeschriebenen Mitglieder wurden zu einer konstituierenden Versammlung eingeladen. Unter anderem wurde dort der Beschluss gefasst: Jahresbeitrag Fr. 5.- bis Ende 1941, wenn sofort bezahlt wird! In Dornach jeden Montag in der Traube spielte Paul Müller simultan an 23 Brettern. Wir führten in jeder Zeit Werbeanlässe durch mit Ausstellungen, Schach bezogene Schaufenster und Simultanvorstellungen.

Simultan Vorstellungen Paul Müller

24.10.1939 Münchenstein-Sandoz + 7 -1
24.10.1939 Luftschutz + 10
06.08.1940 Münchenstein + 8
21.09.1940 Arlesheim + 14 = 2 -2
26.01.1941 Dornach + 17 = 5 -1
01.07.1941 Münchenstein + 6
24.08.1941 Münchenstein + 8 = 3 -1
30.08.1941 Dornach + 6
03.09.1941 Aesch + 6 -1
07.09.1941 Reinach + 13 -2
14.09.1941 Arlesheim + 9 = 1 -3

 

J.K. Häring führte im Januar/Februar erneut einen gut besuchten Anfängerkurs im Domplatzschulhaus in Arlesheim durch. Am 31. März 1941 nahmen die Schachfreunde Birseck erstmals am Basellandschaftlichen Schachtag in Birsfelden teil und klassierten sich auf dem 3. Rang hinter Birsfelden und Sissach. Im August 1941 gab es zwei kleine Turniere. Als Gäste nahmen Meck aus Basel und Frey aus Liestal teil. Die erste Birseckermeisterschaft wurde vom 11. – 19. Oktober 1941 durchgeführt.

Gruppe A
1. Paul Guldimann 5
2. Franz Vetter 4 1/2
3. – 4. Konrad Meier & J. Schmidlin 4
5. Fridolin Oeschger 3 1/2
6. Hans Boder 3
7. Paul Burri 2 1/2
8. R. Whitehead 1 1/2
Gruppe B
1. Josef K. Häring 5 1/2
2. – 3. Adolf Schild & Heinz Müller 4 1/2
4. Fritz Fankhauser 2 1/2
5. – 6. Willy Voegtli & R.Bannier 2
7. Emmenegger 0

 

Im März 1943 erreichten wir am Schachtag in Rheinfelden mit 172 Punkten das Maximum der zu erzielenden Punkte, mit nur 10 Spielern, von denen 9 alle Partien gewannen!Die Mehrzahl der Mitglieder trat am 22. März 1943 dem Schweizerischen Schachverein unter dem Namen ‚Schachklub Birseck’ bei. Die nicht beitrittswilligen Mitglieder blieben uns als „Schachfreunde Birseck“, quasi als Klub im Klub erhalten. Sie durften sich nicht an den Anlässen des Verbandes beteiligen. Die Bestimmungen des Verbandes erforderten eine solche Lösung. Hans Boder wurde Präsident und in der Traube richteten wir, wie schon früher einen dritten wöchentlichen Spielabend ein. Dieser Zustand dauerte nicht sehr lange. Weil es akut an Brennholz zum Heizen der drei Lokale mangelte, beschloss man die Klubs zusammenzulegen. Burri wurde Präsident, die Traube einziges Spiellokal. 1945 führten wir den Schachtag in Münchenstein durch. 1. Birseck 193, 2. Birsfelden 126 usw.

1946 – 1950

Unmittelbar nach Kriegsende setzte sich der holländische Klub „De Dom“ Utrecht mit uns zwecks Austausch von Anlässen in Verbindung. Will Vögtli Kassier und Paul Müller, damals Präsident, machten sich per Bahn auf den Weg – das war wegen der zerstörten Verbindungen in Deutschland und Belgien keine sehr einfach zu lösende Aufgabe – um in Utrecht die Details zu besprechen und einige Partien mit Zeitkontrolle zu spielen. Zustande kam ein Aufenthalt von De Deom im Birseck und eine Reise nach Holland. Als weitere Folge besuchte uns vom 11. – 16. Januar 1946 der holländische Jungmeister Jaap von Oosterwjik (Simultan +16, = 1). Noch vor Jaap weilte auch Ex-Weltmeister Max Euwe in Arlesheim. Vom 12. – 22. Juni 1947 luden wir Gäste zu einem gemischten 6er Turnier. 1. – 3. Rang J.P.Wurch (Strasbourg, Mitglied Birseck), Hans J. Schudel, Alex Crisovan (Luzern, langjähriges Doppelmitglied), 4. Paul Müller, Arlesheim, 5. Paul Müller, Basel, 6. Dr. A.Lardon (Court). Das Auftreten von zwei Spielern in der höchsten Klasse namens Paul Müller hat später die technische Kommission des SSV ganz schön ins Schleudern gebracht und jahrelang hat man die Führungspunkte auf die beiden willkürlich verteilt. Von den erwähnten kleinen Gästeturnier hat folgende, wahre Begebenheit die Reise durch den Blätterwald der Welt gemacht. Wir zitieren Erwin Voellmy in den Basler Nachrichten vom 28.6.1947: Am letzten Sonntagmorgen, vor der letzten Runde des Gästeturniers in Münchenstein, hielt die Polizei in Binningen einen Verdächtigen an, der einen Handkoffer schleppt. War es Gold, waren es Einbrecherwerkzeuge, die ihn so belasteten? Mit Nichte: Schachbücher in verschiedenen Sprachen wiegen auch schwer! Der Angehaltene behauptete, Schachspieler zu sein. Aber die Hüter der Ordnung glaubten ihm nicht so leicht; sie forderten ihn zu einer Schachpartie auf. Da zeigte sich das Unvermögen und die Gerechtigkeit war nicht mehr aufzuhalten. Der Koffer war gestohlen. Welch ein doppeltes Pech, dass er erstens Schachbücher enthielt und dass zweitens diese Bücher den Dieb verrieten! Noch am selben Vormittag erhielt der bestohlene Turnierteilnehmer sein Eigentum zurück. Wer unter den Wissenden würde daran zweifeln, dass einzig der Meister der Innerschweiz, Alex Crisovan, mit so vielen Büchern reist. Ein hohes Lob gebührt der Arbeit der Binninger Polizei: diese Partie hat sie elegant und rasch gewonnen!Durch die Kriegsereignisse in der Schweiz zurückgehalten, bereichterte der Engländer R.B.Whitehead das rege Schachleben in diesen Jahren ganz wesentlich. Auch nach dessen Rückkehr nach England blieb er einzelnen Mitgliedern verbunden.Eine Partie beweist den Wagemutigen Angriffsstil des symphatischen Engländers.

Whitehead,R.B. – Hewitt,J. [C34] Shipley Clarton Chess Club, 16.01.1947

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 Sf6 4.e5 Sd5 5.Lc4 c6 6.0–0 Le7 7.d4 d6 8.Sc3 Se3 9.Lxf7+ Kxf7 10.Lxe3 fxe3 11.Sg5+ Kg8 12.Sf7 De8 13.Df3! dxe5 14.Dg3 h6 15.Dg6 Ld7 16.Tf3 exd4 17.Se4 Sa6 18.Sg3 Dc8 19.Sh5 Th7 20.Sxh6+ Kh8 21.Tf7 Lf8 22.Sf6 Txh6 23.Dxh6+ gxh6 24.Th7# 1–0

Am 24.Januar 1949 vermochte die Glashalle des Restaurant Hofmatt beim Blindsimultanspiel an 8 Brettern des deutschen Grossmeister Friedrich Sämisch die Schaulustigen nicht zu fassen. Sämisch gewann alle Partien. Am 21. Mai 1950 organisierten wir im „Ochsen“ Arlesheim das Treffen zwischen Baselland und Elsass. Baselland gewann 18.5 – 7.5. Im gleichen Jahr gründeten wir eine Jugendgruppe, die sich jeden Dienstag im alten Gemeindehaus in Arlesheim traf. Das Thema Jugendförderung hat uns seither nie mehr verlassen. Unsere Aktivitäten auch in anderen Sektoren der Schachwelt war in dieser Berichtsperiode gross und erfolgreich. Die TK des SSV beendet das Reglement für die zu schaffende nationale Mannschaftsmeisterschaft bei Besprechungen in Arlesheim; Paul Müller war Mitglied dieser Kommission. Auch gewann er zu dritten Mal in Folge den Basellandschaftlichen Meistertitel.

1951 – 1955

In der neuen Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaften beteiligte sich Birseck vorerst in der Kategorie III. Seine Mitglieder Paul Müller und die späteren Mitglieder Peter Leepin und Hans J.Schudel unterstützen in den ersten Meisterschaften ihren Stammklub, die Basler Schachgesellschaft. Sie wurden in den Jahren 1951 und 1952 Schweizermeister. In die erste Hälfte der 50er Jahre fielen zahlreiche Anlässe von lokaler Bedeutung, aber auch solch, die ein grösseres Echo gefunden habe. In der SMM beteiligten wir uns bis 1955 in der III. Kategorie, mit mässigen Erfolg. Der Basellandschaftliche Schachtag, die kantonale Vereinsmeisterschaft und die Birsecker Meisterschaft waren die jährliche wiederkehrende Höhepunkt des Klubs. 1954 führten wir den Schachtag in Arlesheim durch. 1. Birsfelden 141, 2. Birseck 131 vor unseren Freunden Dornach-Mülhausen 101. Den Jubiläumsschachtag „20 Jahre BSV“ am 15. Mai 1955 in Pratteln gewann Birseck vor Birsfelden. Auch nach dem Tode des tragenden Mannes in Birsfelden und des Basellandschaftlichen Schachverbandes, Herbert Endig (+ 27.2.1950) standen die Begegnungen mit Birsfelden in diesem halben Jahrzehnt im Mittelpunkt der Wettkampftätigkeit des SKB. Die beiden führenden Vereine des Kantons waren auch dafür verantwortlich, dass es nach empfindlichen Niederlagen in früheren Jahren, am 13. Dezember 1952 in Pratteln zum ersten Sieg der Landschäftler gegen Baselstadt kam: 20.5 : 18.5. Im Vorjahr, am 17. November 1951 verlor Baselland gegen die Stadt in Basel an 46 Brettern 20:26. Der Jura wurde in Delsberg am 13. Oktober 1951 von Baselland 27:22 besiegt; wir waren an den Spitzenbrettern an diesen Wettkämpfen sehr gut vertreten. Im weiteren gab es am 7.9.1951 in Arlesheim ein Simultan von Prof. Peter Leepin (+15, -1). Weitere Wettkämpfe gegen Sandoz 16 – 11, und am 26. Oktober gegen Riehen 6.5 – 3.5. Der deutsche IM Rudolf Teschner spielte am 4. Februar 1952 simultan + 25, = 1, – 1. Am 27. Februar 1953 gewannen wir gegen Pratteln 10 : 3. Im gleichen Jahr spielten wir an 10 Brettern einen doppelrundigen Fernwettkampf gegen Zurzach der 9 : 11 verloren ging.

Birseck – Belgien 6 ½  – 1 ½

Als die belgische Ländermannschaft beim Claire Benedict-Turnier auf dem Mont Pèlerin signalisierte, auf der Rückreise im Raum Basel einen Wettkampf spielen zu wollen, organisierte der damalige technische Leiter des Klubs, Dr. Benno Brauchli, das Treffen im Ochsen Arlesheim an 7 Brettern. Aus Termingründen riefen wir nach Verstärkungen aus Basel – der kleine Wettkampf nahm fast sensationellen Verlauf.

Die Einzelergebnisse:

Leepin Dunkelblum ½ – ½
Müller (Arlesheim) van Hoorde 1 – 0
Schudel Schumacher 1 – 0
Müller (Basel De Wolf 1 – 0
Lardon Gobert 0 – 1
Kilchsperger Franken 1 – 0
Fatzer Heynen 1 – 0

 

Ausser Konkurrenz spielten an diesem 13. April 1953 die beiden Jugendmitglieder Niggi Löliger gegen Heynen jun. und Walter Jos gegen E. van Hoorde. Die Birsecker gewann beide Partien. Am 26. September weilte der soeben zum Grossmeister ernannte Petar Trifunovic (Jugoslawien) als Gast im Birseck. Das Simultan an 35 Bretter endete +27, = 7, – 1. Apropos: die Bewilligung für eine Freinacht im Hotel Hofmatt betrug Fr. 17.30, das Inserat im Wochenblatt Fr. 20.40, Trifunovic übernachtete im Baslerhof, Fr. 11.20 und erhielt Fr. 100.- Honorar. Die Ausgaben wurden durch Einsätze und Gaben fast gedeckt. Wir spielten stets auch Freundschaftswettkämpfe. Am 28. September 1953 wir gegen Bâloise knapp an 17 Brettern. Unter dem Titel „Schach bei den Studenten“ entnehmen wir den Basler Nachrichten vom 24. Januar 1953 folgende Zeilen: Am Montag besuchte eine Studentenmannschaft der Korporation Zofingia in Arlesheim den Schachklub Birseck. Wenn es auch nicht so zum Erfolg ausreichte, so ist allein schon die Tatsache des Zustandekommens dieses Wettkampfs erfreulich. Das Schachspiel wird in höheren Schulen gepflegt; manchmal während den Unterrichtsstunde, was einen Lehrer veranlasste, die Taschenschachs zu konfiszieren. 1953 und 1954 führte Paul Guldimann in Münchenstein Turniere für Schüler durch. Es sollen nach damaligen Quellen, die ersten offen ausgeschriebenen Schülerturniere in der Schweiz gewesen sein. Am 7. Mai 1954 gab Peter Leepin eine seiner zahlreichen Simultanvorstellungen in Arlesheim. Am 23. Oktober 1954 führten wir mit 22 Teilnehmern ein Jugendturnier durch. Sieger wurde Hans Rosset (Olten), vor unserem Max Brodmann. Am 5. November 1954 gewannen wir in Pratteln einen Wettkampf gegen das Oberbaselbiet 13 – 8. Im Januar 1955 verloren wir um die BSV-Meisterschaft gegen Birsfelden 3 ½ – 4 ½ und den gleichzeitigen Freundschaftsmatsch 4 ½ – 8 1/2 . Am 2. April 1955 organisierten wir in Dornach nach dem Wettkampf Baselland gegen den Jura und am 30. Oktober lud Birseck im Auftrag des Verbandes zu dessen 30jährigen Jubiläum zu einem Mannschaftsturnier ein. Die „Hofmatt“ hatte volles Haus. Sieger wurde Nimzowitsch Zürich 10/24, vor Grenchen 7/22, der Basler SG 7/17.5 und Birseck 6/18. 240 Teilnehmer. Im Dezember 1955 gaben wir der neu gegründeten Schachgesellschaft Allschwil Starthilfe. Ein kleiner Wettkampf endete 5 – 5.

1956 – 1958

Dieser kurzen Berichtsperiode solle eine spezielle Würdigung gewidmet sein. Höhepunkt war der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Nationalliga A der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft. 1956 haben wir die erste Mannschaft mit einigen Spielern, die bisher mit anderen Klubs die SMM bestritten, verstärkt. In der Kategorie 3 belegte die Mannschaft den 1. Rang der Gruppe 5, vor Luzern II, Olten und Olten II. Die Aufstiegsspiele in die 2. Kategorie gewannen wir gegen Wädenswil 4 – 2 und gegen Herbrugg 4 ½ – 1 1/2 . 1957 profitierten wir von einigen glücklichen Umständen. Nach seiner Emigration aus Ungarn 1956, liess sich der Internationale Meister Ernö Gereben in Münchenstein nieder, Dr. Hans J. Schudel zügelte nach Münchenstein und Prof. Peter Leepin baute ein Haus am Dornhägliweg in Arlesheim. Die drei Mitglieder der Schweizerischen Meisterklasse bildeten zusammen mit dem bisherigen Kern das neue Eins und belegte den 1. Rang in der Gruppe Ost der 2. Kategorie. Das Aufstiegsspiel gewann Birseck in Neuchâtel mit 6 ½ zu 1 1 1/2! Im Sog dieser SMM-Erfolge erlebte das Klubleben starken Auftrieb. In der ersten Hälfte 1956 gewannen wir in Delsberg gegen Sandoz 11 – 5, am Schachtag in Niederdorf belegten wir hinter Birsfelden den 2. Rang. Die Vorausscheidung um die erste Schweizer Jugendmeisterschaft in Münchenstein statt. Am 17. Januar 1957 spielte GM Gedeon Barcza (Ungarn) 10 Uhrenpartien gleichzeitig. Der Grossmeister weilte zur Erholung nach den Wirren 1956 in seinem Land, auf Einladung eines Schachfreundes in Arlesheim. Am 26. Mai 1957 gewannen wir das internationale Jubiläumsturnier in Mulhäusen und im Mai/Juni 1957 gewann Peter Leepin einen Wettkampf gegen Ernö Gereben 4 ½ – 3 ½ in Arlesheim.

Gereben,Ernö – Leepin,Peter [E17]

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3 Lb7 5.Lg2 Le7 6.0–0 0–0 7.Dc2 c5 8.dxc5 bxc5 9.Sc3 Sc6 10.Td1 d6 11.Lg5 Db8 12.Td2 h6 13.Lxf6 Lxf6 14.Tad1 Td8 15.b3 a6 16.Se4 Le7 17.Se1 Dc7 18.f4 Tab8 19.Sd3 f5 20.Sef2 h5 21.h3 g6 22.Se1 Sb4 23.Db1 Lxg2 24.Kxg2 Db7+ 25.Kh2 Kf7 26.h4 a5 27.Sh3 e5 28.a3 Sc6 29.Dd3 Kg7 30.Dd5 Te8 31.Sf3 exf4 32.Sxf4 Sd8 33.Kh3 Dxd5 34.Sxd5 Sf7 35.Sc7 Tec8 36.Sb5 Kf6 37.a4 Ke6 38.e3 Td8 39.Te2 Se5 40.Kg2 Sxf3 41.Kxf3 Lf6 42.e4 Le5 43.Td3 Tg8 44.Td5 f4 danach bringt Schwarz seine Bauernmehrheit auf dem Königsflügel in Bewegung. 45.g4 g5! 46.hxg5 Txg5 47.Tg2 hxg4+ 48.Txg4 Txg4 49.Kxg4 Tc8 50.Td3 Tg8+ 51.Kf3 Kf6 52.Kf2 Th8 53.Kg2 Kg5 54.Sxd6 Schwarz steht auf Gewinn. Aber auch in diesem Stadium durfte der längst einstehende Bauer nicht ohne Folgen weggenommen werden. 54…f3+ 55.Kf2 Th2+ 56.Ke3 Lf4+ 57.Kxf3 Th3+ 58.Ke2 Txd3 59.Kxd3 Lxd6. In dieser Partie zeigt Peter Leepin deutlich seine feine Behandlung des Endspiels. 0–1

Beim Schweizerischen Schachturnier in Lausanne gewannen wir die Coupe CIRA, den Wanderpreis für die besten Spieler eines Klubs Es waren dies Ernö Gereben, Werner Eggenberger, Walter Erny und Alfred Wilhelm. Ende Juni, noch vor dem Turnier in Lausanne weilten unsere Junioren in Begleitung von Gereben in Stuttgart. Sie verloren 6 ½ – 1 1/2. Besonders stark war die Klubmeisterschaft 1957/58 besetzt.

1 Gereben 9.5
2 Leepin 8.5
3 Schudel 7.5
4 P.Müller 6.5
5./6. Fatzer, Osterwlder 6
7./8. Erny, Neuenschwander 5
9 Bleuel 4.5
10 Eggenberger 4
11 Erzer 2
12 Jost 1.5

 

Am 9. Februar 1958 organisierten wir den Schweizer Simultan-Rekord im Rialto Basel von Ernö Gereben. Gereben spielte gleichzeitig an 81 Brettern, womit er den 22 Jahre alten Rekord von Henri Grob (65 Bretter) deutlich übertraf. Gereben erzielte +72, =1, -8. Mitte Mai 1958 weilte der ungarische Gedeon Barcza wieder eine Woche in Arlesheim. Für unsere Spitzenspieler hielt er ein Referat, trug einzelne Partien aus und spielte Simultan +20, =0, -0! Am 15. Juni 1958 feierte die SG Riehen ihr 30jähriges Jubiläum mit einem Mannschaftsrundenturnier. Birseck siegte mit Gereben Emden, Eggenberger, Fatzer Bucher und Jost vor Birsfelden und Strasbourg. Im Juni gab es an zwei Wochenenden das Finale um die Coupe Suisse zwischen Josef Kupper und Ernö Gereben. Nach lebhaftem Kampf endete zwei Partien remis. Die 3. Partie gewann Ernö Gereben mit Schwarz. 

Kupper,Joseph – Gereben,Ernö [B88] Coupe Suisse Final, 1958 [Gereben,Ernö]1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 d6 6.Le3 Le7 7.Lc4 0–0 8.0–0 a6 9.a4 Sc6 10.f4?! d5! 11.exd5 exd5 12.Sxc6 bxc6 13.Le2 c5 14.Lf3 Lb7 15.Dd3 Dd7 16.Lf2 Tfe8 17.Tfe1 d4 18.Lxb7 Dxb7 19.Se4 Sd5 20.f5 Lf8 = 21.c3

Bild 2 Kupper - Gereben

21…Se3! 22.cxd4? cxd4 23.Lxe3 dxe3 24.Dxe3 Dxb2 25.Tab1 Dc2 26.a5 Tac8 27.Tbc1? Dxe4 0–1

1958 trugen wir wieder einen Wettkampf gegen die Stadtmannschaft von Mülhausen aus. Diese Begegnungen in Mülhausen, in der Regel an einem Freitagabend, endeten für einige Birsecker erst am Montag früh bei Arbeitsbeginn. Ferner spielten wir gegen Freiburg im Breisgau und wir gewannen den Schachtag in Gelterkinden. Am 30./31. August 1958 tagte der Zentralvorstand und die TK des Schweizerischen Schachverbandes in Arlesheim. Wir weilten am Mannschaftsturnier um den silbernen Springer in Zürich. 1. SG Zürich, 2. ASK Sihlfeld, 3. Nimzowitsch Zürich, 4. Birseck. Den entscheidenden Wettkampf um die BSV-Meisterschaft verloren wir gegen Birsfelden. Walter Erny und Peter Hohler (Olten) qualifizierten sich in Luzern für die Jugendweltmeisterschaft 1959.

Drei Highlights in den Jahren 1959, 1960 und 1962

Das waren die fetten Jahre im Leben des Schachklubs Birseck! Leiten wir diese Highlights mit einem Bericht von Dr. Göppert, Allschwil, in der Schweizerischen Schachzeitung, Sondernummer 1959 ein:Der Weltschachbund hatte einen glücklichen Hand, als er die Jugendweltmeisterschaft der Schweiz übertrug; den noch besseren Griff tat zweifellos der Schweizerische Schachverein, als er den SK Birseck mit dieser Aufgabe betraute. Was der Basler Vorortsverein bot, hätte kaum übertroffen werden können. Mit dem umsichtigen Präsidenten des Organisationskomitees, Paul Guldimann, dem erfahrenen Turnierleiter Paul Müller (Arlesheim) und dem kolossal arbeitsamen Pressechef Dr. Willy Zeller stand ein Dreigestirn an der Spitze, das seine Aufgabe zur vollen Zufriedenheit der Spieler, Zuschauer, und Journalisten löste. Ein Bijou von einem Spiellokal war die Turnhalle des Realschulhauses in Münchenstein, wie man es sich nicht besser hätte vorstellen können. Zum prächtigen – nicht zuletzt propagandistischen – Erfolg des Turniers trug natürlich der Spielverlauf bei. Dass der neue Weltmeister Carlos Bielecki aus Argentinien erst am letzten Tag in der letzten Spielrunde erkoren wurde, konnten die Veranstalter ja nicht organisieren; aber diese Tatsache verlieh dem Anlasse einen grossartigen Höhepunkt. Wir erwirtschafteten ein Defizit von Fr. 1’378.60, das vom Bund übernommen wurde.

Sieg in Offenbach am Main

Dreimal weilten die Birsecker 1960 im Ausland, in Jugoslawien, Holland und Ende September am Jubiläumsturnier in Offenbach a.M. In der Besetzung Gereben, Krivec, Emden und P.Müller gewann Birseck das ausserordentlich gut besetzte Turnier vor Königsspringer Frankfurt, einer Spitzenmannschaft der deutschen Bundesliga, vor den Schachfreunden Frankfurt, Hanau, Ludwigshafen, Rüsselsheim, Marktheidenfeld, Lampertsheim, usw. Die zweite Mannschaft (Jost, Brauchli, A.Müller und Vogel) belegte in der 3. Kategorie einen achtbaren Mittelplatz.

Eine Première: Den Haag DD – SK Birseck 4 – 6

Anlass zum ersten Schachwettkampf per Telex in der Schweiz bot eine Einladung des holländischen Meisters, der „S’Gravenahaagsche Schaakgenotenschaap Discendo Discimus“ einen solchen Anlass zu deren 110jährigem Jubiläum am 8. Dezember 1962 durchzuführen. Es ehrte uns, dass die Einladung dem SKB zufiel und wir bauten den Anlasse zu einem Treffen aus, dass weit herum Beachtung fand. Birseck spielte im Hotel Excelsior in Basel. Der Anlass begann mit ersten Verbindungen nach Den Haag am Samstag um 13.15 Uhr und endete mit Gruss- und Glückwunschbotschaften Sonntag früh um 1.30 Uhr. Das Treffen verlief fair, wenn auch Gereben mehrfach eine Remisofferte von Grossmeister Donner ablehnte und Müller seine aussichtsreiche Stellung abschätzen liess.

E.Gereben J.H. Donner 1 – 0
E. Bhend van Weezel ½ – ½
S.Krivec W.Roemjansew 1 – 0
H.Emden J.v.d. Bergh 1 – 0
P. Müller-Breil Jr Hazewindus 1 – 0 *
W.Eggenberger Belinfane 0 – 1
R.Bucher H.H. Plokker 1 – 0
P.Trachsel van Duyn 0 – 1
A.Eggmann D.P.Haan 1 – 0
H.Weishaupt Kok 0 – 1

* abgeschätzt durch den Sowjetischen GM Yuri Averbach

Die Telephondirektion war durch Direktor Lavanchy und Herrn Furrer vom Telegraphendienst vertreten. Der Schweizerische Schachverein durch den Zentralpräsidenten J.Bricola. Berichterstatter der wichtigsten schweizerischen Tageszeitungen würdigten den Anlass und das Schweizer Fernsehen reportierte durch seinen Chefkameraden Carpade; er sandte uns später die im Fernsehen nicht gezeigten Filme und wir montierten aus diesen Szenen einen eigenen Film den wir an einem netten Familienabend in der Post in Arlesheim vorführten. Die Organisation lag in den Händen von M.Bernasconi, G.Hohl, Dr. B.Brauchli, D.Steiner, der Damen Bernasconi und Zweiacker, die als Telexistinnen für die Uebermittlung verantwortlich waren. Die Jungmannschaft sorgte für die Verbindungen von Schachbrettern zu den Telexgeräten.

1959 – 1960

Aus den erwähnten Highlights waren die Birsecker noch sehr beschäftigt. Die Mitgliedschaft des 1956 aus Ungarn emigrierten Ernö Gereben hat dem Spiel- und Wettkampfbetriebe zusätzlichen Auftrieb gegeben. Zu uns gestossen ist etwas später Slavko Krivec, einem in Basel tätigen Ingenieur, der an Spielstärke zu unserer absoluten Spitze gehörte. Da die Spitzenspieler regelmässig den Klubabend besuchten gab es stark besetzte Turniere im SKB. In der SMM gab es mittlere Ränge ab 1959 spielten wir mit einer zweiten Mannschaft und ab 1961 mit 4 Teams mit. Auch die Junioren zeigten erwähnenswerte Aktivitäten. Eine Schweizer Mannschaft mit Walter Erny spielte in Haag 1959 an einem Junioren-Länderturnier. Ernö Gereben war als Coach dabei. Unser Schüler- und Juniorenteam war in jenen Jahren besonders stark und zahlenmässig ohne Vergleich in der Schweiz. 1960 gewann dieses Team im holländischen Breda gegen die Junioren 8 ½ – 3 ½ und gegen die Senioren 7 ½ – 2 1/2 . In Rijn gewann die Mannschaft gegen die Senioren und Junioren jeweil 10 ½ – 1 1/2. Dass einer unserer Nachwuchsspieler ein Jahr später nochmals nach Rijn reiste und dabei die Königin der Gastfamilie gleich mit in die Schweiz brachte, sei am Rande vermerkt. 1959 spielten die jugoslawischen Grossmeister Svetozar Gligoric (zweimal) und Trifunovic und der sowjetische GM Alexander Kotow Simultan resp. Simultan mit Zeitvorgabe. Der ungarische GM Lajos Portisch spielte am 17. Juni 1960 an 28 Brettern. Unsere Spitzenspieler waren, was den Aufwand anbetraf fast professionell im Einsatz. Am Schachtag wurden wir Zweite, am 12. April 1959 waren wir wiederum in Mülhausen und im Januar 1960 verloren wir gegen die Schachgemeinschaft Oberrhein (D) 17 ½ – 20 ½. Wiederholt setzeten wir uns auch für organisatorische Belange in der Region ein. Am 6. Februar 1960 führten wir einen Kurs für Turnierleiter durch. Es referierten Paul Müller: Programmgestaltung in Schachklubs, Dr. Benno Brauchli: Paarungs- und Berechnungssysteme, K.Aeschlimann, Riehen: Das Führen von Turniertabellen, Dr. H.J. Schudel: Aufgaben und Ziele des Schweizerischen Schachvereins und W.Eggenberger: Die Spielregeln des Weltschachbundes. Der gut besuchte Anlass darf als Steigbügelhalter der späteren Turnierleiterkurse des SSV gelten. Entstanden ist er nach den technischen Informationstreffen vor der Jugendweltmeisterschaft. In dies Kapitel gehört auch die Erfindung des Team Cups durch unser damaligen Mitglied Rolf Bucher. Der Wettbewerb wurde ausgeschrieben für Mannschaften an 4 Brettern mit einem Leader mit sehr hoher Wertung und drei Spielern mit limitierten Wertungszahlen. Der Wettbewerb setzte sich durch, wurde 1963 erstmals durchgeführt und Rolf Bucher leitete ihn zu Beginn selbst. Mannschaften des SKB gewannen Team-Cup viermal. 1960 gewannen wir die Basellandschaftliche Meisterschaft gegen Liestal 10 – 2. Am 4. Februar 1961 spielten wir an 20 Bretter wieder gegen den Schachbezirk Oberrhein, am 10 Februar gegen Birsfelden und am 30. März wieder an 30 Brettern gegen Pratteln. Vom 28. – 30. April 1961 war die SG Offenbach a.M.. zu Gast im Birseck und vom 24. bis 31. April führten wir ein recht gut besetztes, internationales Turnier durch. Es war der erste Anlass aus dem oben erwähnten Fonds, den einige Mitglieder gespiesen, resp. auf Vergütungen von Spesen für geleistete Arbeiten, verzichtet haben. Zu Werbezwecken für das Schachspiel und die dortigen Schachklubs sind einzelne Runden nicht nur in Arlesheim, sondern auch in Reinach, Pratteln und Liestal ausgetragen worden. Zu diesem Osteranlass einige Ausschnitte aus dem Bericht von Franz Schuhmacher in der „Schweizerischen Schachzeitung“: Der Südländer (gemeint ist Slavko Krivec) war der Publikumsliebling, denn bei ihm ging immer ein spannender Reisser übers Brett. Dass es kein Schleck ist, so ganz unvorbereitet in letzter Minute als Ersatzmann ein solch gut, besetztes Turnier mitzuspielen musste W.Eggenberger erfahren. An der schlichten Schlussfeier am 3. April 1961 konnte OK-Präsident Paul Guldimann freudig feststellen, dass sich die Begrüssungsworte verwirklicht hatten. Für die Teilnehmer stattete der italienische Vorkämpfer Dr. E.Paoli den Dank für die schönen Tage im Baselbiet ab. Turnierleiter war Benno Brauchli.

1 M. Blau, Bern 7 ½
2 A.Dückstein, Wien 6 ½
3 H.Lehmann, Berlin 6
4./5. S.Krivec, Berlin, E. Paoli, Reggio Emilia 5 ½
6 R.Teschner 4 ½
7./8. E.Gereben, P.Müller 3 ½
9 H.Emden 2
10 W. Eggenberger ½

Partien zum nachspielen.

Im B-Turniers hatte der erst 17jährige Christoph Nabold gegen Claude Petitjean eine glänzende Idee.

Bild 3 Nabold

Erst opferte Christoph einige Bauern, danach liess er gegen den Turnierfavoriten einen ganzen Turm einstehen. 31.Lg5 dxe2 32.Dxh7+ Kf8 33.Dh8+ Lxh8 34.Txh8+ Kg7 35.Lf6#

An Weihnachten 1961 starb unser Gründer- und Ehrenmitglied Seppi Häring. In den letzten Jahren sah man ihn kaum noch am Schachbrett, aber informierte sich laufend über die Geschehnisse im SKB. Im Jahr 1962 spielten wir in Reinach einen doppelrundigen Wetttkampf an 40 Brettern (!) gegen den Schachklub Bern. Zwar verloren wir klar 55 ½ – 24 ½ , aber ein Klubwettkampf mit 40 Mitwirkenden des eigenen Klubs hat sehr viel für sich und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nur an den 10 vorderen Brettern konnten wir bestehen. Im April 1962 besiegten wir Offenbach a.M. knapp 9 ½ – 7 ½ und wir gewannen das Mannschaftsturniers zum Anlass des 30jährigen Bestehens des Cercle d’Echecs Dornach-Mülhausen vor der Basler SG und Wengi Solothurn. 58 Mannschaften mit 348 Spielern nahmen teil. Mitte August führten wir den Coupe Suisse Final zwischen Kupper und Gereben durch. Ernö Gereben gewann.Zum Jahresabschluss führten wir in Münchenstein das Treffen Stadt gegen Land durch. Die Landschäftler setzten sich klar mit mit 29 ½ – 19 ½ durch. Eine Partie aus diesem Wettkampf.

Guldimann,Paul – Fabbri,Gino [B07]

1.d4 Sf6 2.Sc3 g6 3.Lg5 Lg7 4.Dd2 d6 5.e4 Sbd7 6.Sf3 0–0 7.Lh6 e5 8.Lxg7 Kxg7 9.0–0–0 a6? 10.dxe5 dxe5 11.Sxe5 De7 12.Sxd7 Lxd7 13.Ld3 Le6 14.h4 Tad8 15.Dg5 h6 16.De5 Kh7 17.f3 Td6 18.g4 Tfd8 19.g5 Sd7 20.Df4 h5 21.e5 Tb6 22.a3 Sc5 23.Lc4 Txd1+ 24.Txd1 Lxc4 25.Dxc4 Tc6 26.Sd5 De6 27.Sf6+ Kg7 28.Td8 1–0

Die SMM im Jahre 1963

Birseck besitzt grosse Aussichten, Sieger der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaften zu werden. Die beiden rivalisierenden Zürcher Mannschaften, Schachgesellschaft (Titelverteidiger) und Nimzowitsch erwiesen sich in der Finalrunde in Aarau ebenbürdig, so dass bei einem unentschiedenen Ausgang eben Birseck als lachender Dritter Meister würde. Noch ist es noch nicht so weit. Beim Stande von 3 ½ – 3 ½ wurde das Zürcher Derby abgebrochen, die Hängepartie Kupper – Keller entscheidet nun zwischen den drei Mannschaften um den ersten Platz. Gewinnt Keller, so ist Nimzowitsch Meister, gewinnt Kupper wird die Schachgesellschaft Meister bei unentschiedenem Ausgang ist es Birseck, das den ersten Platz einnimmt. Alle Prognosen tippen auf einen unentschiedenen Ausgang, so war es auch gekommen. Birseck untermauerte mit einem hohen 7 – 1 Sieg über Biel seinen Siegeswillen. Und dazu Turnierleiter Hans Seeger in der SSZ „Ueberrascht hat der aussenordentlich hohe Sieg von Birseck gegen Biel. Ein Vergleich der letzten Jahren lehrt aber, dass Biel offenbar immer mehr Mühe hat: 1962: 6 ½ – 1 ½ und 1961 wie 1963: 7 – 1 Niederlage“.

Die Einzelergebnisse des letzten Wettkampfes:

Bhend Bachmann 1 – 0
Gereben Rino Castagna 1 – 0
Emden Renzo Castagna 1 – 0
Schudel Straub ½ – ½
Paul Müller Suri ½ – ½
Eggenberger Meyer 1 – 0
Jost Altyzer 1 – 0
Trachsel Chèvre 1 – 0

 

Klassement der SMM 1963

1. Birseck 12 / 35
2. SG Zürich 11 / 35.5
3. Nimzowitsch 11 / 34
4. Biel 7 / 24
5. Bern 5 / 25.5
6. Basel 5 / 24
7. St.Gallen 3 / 22.5
8. Genf 2 / 20.5

 

Für Birseck erzielte der Münchensteiner Peter Trachsel hervorragende 6 aus 7 Partien!Am Jelmoli Cup in Zürich, einer KO-Konkurrenz für die Junioren, die im Anschluss an die Jugend WM in Münchenstein gegründet wurde, nahmen vom SKB Jürg Flückiger und Röbi Eggmann teil. Wiederum trugen wir mehrere Wettkämpfe an einer grösseren Zahl Bretter aus. An 27 Brettern gegen die CIBA, an 36 Brettern in Bern gegen Bern. Einmal mehr spielten wir in Mülhausen/Dornach und am 16. März organisierten wir den kantonalen Schachtag in Münchenstein (1. Birseck 161, 2. Birsfelden 115, 3. Pratteln 105 usw.) Am 29. September 63 spielte Exweltmeister Smyslow simultan +27, =5, -0. 1964 waren wir mehrfach für den Schweizerischen Schachverein tätig. Der Länderwettkampf gegen Frankreich fand am 3./4. Oktober in Münchenstein statt und endete 10 – 10. In der Woche vom 23. Oktober trainierte GM Bent Larsen in Aesch und Münchenstein die schweizerische Nationalmannschaft. Er besuchte auch den SKB und spielte an 30 Brettern simultan: +25, =4, -1.In jenen Tagen erreicht die Mitgliederzahl die runde Ziffer 100. Wir spielten zum Jubiläum „75 Jahres SSV“ am 13. September 1964 in Reinach gegen Bern. Wir gewannen 20 ½ – 15 1/2; geradezu sensationell war das 7 – 1 für Birseck an den ersten 8 Brettern, die gleichzeitig für die SMM zählten. Ein Höhepunkt war das erste offene Turnier in der Schweiz, das wir in Arlesheim durchführten. Der Basellandschaftlichen Zeitung entnehmen wir: „Unter den 22 Teilnehmern befanden sich neben einheimischen auch ausländische Schachmeister, die mit der Teilnahme den Wert des Anlasses in spielerischer Hinsicht auf ein hohes Niveau hob“.  Sieger wurde Edwin Bhend vor Ernö Gereben.

Müller-Breil,Paul – Bhend,Edwin [E81]

1.c4 Sf6 2.Sc3 g6 3.e4 d6 4.d4 Lg7 5.f3 0–0 6.Sge2 b6 7.Lg5 c5 8.d5 h6 9.Le3 Sbd7 10.Dd2 Kh7 11.0–0–0 a6 12.Kb1 b5 öffnet Linien auf dem Damenflügel 13.Sc1 bxc4 14.g4 Tb8 15.h4 Se5 16.Le2 Da5 17.Tdg1 Sexg4 18.e5 Sxe5 19.h5 Lf5+ 20.Ka1 g5 21.Lxg5 Sxd5!! 22.Lf4 Dxc3! 23.Txg7+ Kxg7 24.Lxh6+ Kh7 0–1

Gegen das Oberelsass gewannen wir in St.Louis 26 – 13 und am 15. März waren wieder wir einmal mehr in Mülhausen. Ein Fernwettkampf gegen das starke englische Team Manchester ging verloren. Am 9. Oktober spielte der ungarische Meister Laszlo Szöllösi simultan. Erstmals wurde der Schachtag regional ausgetragen. Es siegte in Liestal die Basler SG vor Birseck. Die Birsecker Junioren erreichten den 4. Rang. Röbi Eggmann vertrat die Schweiz an der Jugend WM in Barcelona. 1965 gab es Siege in Mülhausen, am Schachtag in Gelterkinden und von einer Reise ins hessische Dehrn kehrten am 12./13. Juni zwei Mannschaft mit Zinn- und Ordengeschmück zurück. An einem Klubwettkampf massen wir uns am 17. Oktober in Basel mit der Basel SG und der SG Zürich. Zwei Teams waren in Luxemburg, zwei am Silbernen Springer in Zürich. Ohne Meister spielten wir am 20. Februar wiederum gegen Oberelssas an 39 Brettern. Gegen Bern traten wir an 30 Brettern an. In den Herbstferien führte der SKB in Münchenstein ein Turnier für Schüler durch und zum Jugendweekend traf man sich am 11./12. Dezember auf Schloss Rotberg ob Mariastein. An der Delegiertenversammlung 1965 funsionierten der Basellandschaftliche Schachverband und die Schachgemeinschaft Basel und Umgebung zum Nordwestschweizerischen Schachverband. Dem neu gegründeten Verband stellten wir unsere Kräfte sehr oft zur Verfügung. Die erstes Verbandsmeisterschaft gewann Ernö Gereben vor Paul Müller und Willy Waldhauser.

1966 – 1970

Am 16. Januar 1966 verloren wir an 24 Brettern in Freiburg i.Br. gegen eine kombinierte Mannschaft Freiburg/Endingen 13 ½ – 10 ½. Im Mai waren wir wiederum in Luxemburg. An diesem schweren Europaturnier hatten wir meist grosse Mühe; nur einmal 1965 reichte es zu einem 3. Rang hinter Brüssel und Frankfurt. Vom 9. – 16. Juli 1966 führten wir in Arlesheim die Schweizerische Jugendmeisterschaft durch. Das Defizit betrug beinahe Fr. 1’000.-; es wurde ohne Hilfe des Verbandes durch unsere Mitglieder getragen. Schweizer Jugendmeister wurde Heinz Schaufelberger vor Andreas Huss, dem 14jährigen Hans Jürg Känel und Röbi Eggmann. Im August besuchte uns Dehrn. Am 24. September 1966 waren wir erneut in Mülhausen. Am 14. Oktober 1966 war GM Paul Keres zu Besuch. Er erzielte im Simultan +24, =2, -2. Am 10. Dezember 1966 besiegten wir Strassburg in Strassburg 11 ½ – 10 ½.n In der SMM belegte wir hinter Nimzowitsch den 2. Rang. Herausragendes Ereignis war der Bezug eines eigenen Klubheims, das uns von der Gemeinde Münchenstein zur Verfügung gestellt wurde. Die öfters notwendigen Lokalwechsel von einer Wirtschaft in die andere fanden damit ein Ende. Am 26. August 1967 fand die Schlüsselübergabe am Tunnelweg statt, verbunden mit einem Apéro. Vermittler und treibende Kraft war unser Ehrenmitglied Max Bernasconi. Am 4. Juni erzielten wir den 3. Rang im internationalen Turnier in Sochaux und am 12. September gewann Birseck das stark besetzte Mannschaftsturnier in Strassburg. Ein Fernwettkampf gegen Bolton ging klar verloren. Fernschachspieler waren wir klar nicht! 1968 wurde das Klublokal renoviert und isoliert. Auf dem Präsidentenstuhl gab es den Wechsel von Paul Müller zu Göpf Kräuchi. P.Müller wurde von der Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt. Für den Schweizerischen Schachverein führten wir in Basel das Agnes Litzenberger Jungmeisterturnier durch. Turnierleiter war der neue Präsident des SKB, Göpf Kräuchi. Im Turnier spielte Jan Smejkal, CSSR, seine Sonderklasse aus. Er errerichte 10 ½ aus 11 und gewann überlegen das Turnier. Aktiv gestaltet war der Aufenthalt einer tschechischen Nachwuchsmannschaft im Birseck, mit einem Wettkampf, der 3 ½ – 5 ½ verloren ging, mit einem Uhren-Simultan, einem Blitzturnier und einem Fussballspiel. Eine Kollektivreise führte uns am 26./27. Oktober an die Schach Olympiade nach Lugano. Grössere Wettkämpfe spielten wir gegen Weil/Haltingen und gegen den Schachbezirk Oberrhein. Den Familienabend führten wir auf dem Schlosshof in Dornach durch. Mathilde Läuger-Gasser, mehrfache Schweizer Meisterin, führte einen Schachkurs für Damen durch. 1969 waren unsere Junioren sehr stark am Regionalwettkampf beteiligt. 1970 besiegten wir Bern 21 – 19. Im Kirchgemeindehaus in Arlesheim organisierten wir den Nordwestschweizer Schachtag den wir mit 79 Punkten siegreich beendeten, vor Liestal, Ciba, Geigy, Riehen, Gundeldingen, Birsfelden, Allschwil, Laufen, SV Basel, Muttenz, Basel SG, Neuallschwil und Bankverein. Die vollständige Rangliste hält die damaligen Träger unseres Sportes der Region fest. Am 24. September 1969 hatten wir Besuch der starken jugoslawischen Mannschaft Maribor, wohin inzwischen Slavko Krivec zurückgekehrt war. An 12 Brettern verloren wir 9 ½ – 2 ½ . 1968 und 1969 belegten wir in der SMM durchschnittliche Ränge, aber 1970 gab es wieder einen glänzenden Durchbruch. Der SKB wurde zum zweiten Mal Schweizermeister!

Die Rangliste der Meisterschaft 1970

1. Birseck 12 / 33.0
2. SG Zürich 9 / 26.05
3. Nimzowitsch 8 / 31.5
4. St.Gallen 6 / 28.5
5. Winterthur 6 / 26.5
6. Genf 6 / 25.0
7. Biel 5 / 26.5
8. Basel SG 4 / 27.0

 

Der Sieg von Birseck fiel diesmal deutlich aus und er stand schon vor der Schlussrunde fest. Zum Erfolg trugen bei: Lombard 3 ½ / 6, Bhend 4 ½ / 7, Gereben 4 / 7, Zinser 4 / 6, Fatzer 4 / 7, Issler 2 ½ / 6, Neuenschwander 4 ½ / 7, Nekora 3 ½ / 6, Born 2 ½ / 3 und Brauchli 0 / 1. An der Meisterfeier in Münchenstein nahm auch GM Lothar Schmid teil, der zu dieser Zeit im Birseck zu Besuch weilte. Anlässlich dieser Feier spielten wir einen Wettkampf gegen den neuen Berner Klub, Zytglogge, den wir 19 – 6 verloren. Neben der SMM ist zu dieser Zeit auch das Rahmenprogramm erwähnenswert. Am 24. März, dem Todestag Aljechins, dessen Sohn übrigens mit dem Schachklub verbunden ist, spielte GM Bent Larsen bei uns ein simultan: +24, =1, – 1. Nur ein Tag zuvor am 23.3 trat GM Laszlo Szabo, Ungarn zu einem Reihenspiel an. Am 25. April war Strassburg zu Gast (8-8) und gegen das starke Hamburg setzte es eine knappe Niederlage ab 4 ½ – 5 ½. Für den SSV organisierten wir den Telephonwettkampf Schweiz – Schottland der Junioren, den die Schweiz 8 – 2 gewann. Das 70. Schweizerische Schachturnier fand in Riehen statt. Es wurde zu einem eigentlichen Birsecker Festival. Unser Mitglied André Lombard wurde Landesmeister, Bhend und Gereben teilten den 2. Preis. Das B-Turnier gewann Christian Issler, Ernst Fatzer wurde Vierter und das Hauptturnier gewann Heinz Wirtensohn. Es ist fast selbstverständlich, dass wir in Riehen auch die Coupe Cira gewannen. 1. Birseck 233.4, 2. Bern 224,1, 3. Chur 216.7, 4. Fribourg 109.6. Im Jungendturnier Riehen 1970 wurde Ronnie Wyss Zweiter.

1971 – 1975

Im Mittelpunkt des Jahres 1971 fand die um ein Jahr verspätete Feier „30 Jahre Schachklub Birseck“ statt. Umso bedeutender war der Anlass in der Mittenza in Muttenz. Das international recht stark besetzte NATURAL-Turnier fand weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung.Die Zusammensetzung des Patronatskomitees durfte sich sehen lassen:Dr. L. Lejeunne

Dr. L. Lejeunne Regierungsrat BL
Dr. T. Meier Regierungsrat BL
Dr. L. Burckhardt Regierungsrat BS
A. Schneider Regierungsrat BS
J.Tschopp Nationalrat BL
Dr. A.Gerwig Nationalrat BS
Die Gemeindepräsidenten von Arlesheim, Münchenstein und Muttenz
A.Scherrer Generakonsul TR
Prof. P.Leepin Universität Basel
H.Le Comte Zentralpräsident SSV
H.Neukom Präsident NSV
Organisationskomitee
Dr. H.J. Schudel Präsident
Dr. C.Vosseler Vize-Präsident
A.Aeby Vize-Präsident / Presse
Dr. Rolf Bucher Finanzen
R.Notter Finanzen
M.Kammermann Sekretär / Turnierleitung
P.Müller-Breil Presse
G.Kräuchi Turnierleitung
H. Wirtensohn Bulletin

 

Ermöglicht hat uns diesen Grossanlass Die NATURAL AG in Basel, resp. unser Mitglied Alphonse Aeby, Mitglied der Direktion der NATURAL AG.

Natural Turnier 1971

   1. GM Gedeon Barcza, Ungarn 10 Fr. 3’000.-
   2. IM Stefano Tatai, Italien 9 Fr. 2’000.-
   3. Heinz Schaufelberger 8 ½ Fr. 1’250.-
   4. Andreas Dückstein, Oesterreich 8 ½ Fr. 1’250.-
   5. IM Drazen Marovic, Jugoslawien 7 ½ Fr.   900.-
   6. IM Robert Wade, England 7 Fr.   800.-
   7. Peter Hohler 6 Fr.   550.-
   8. IM Robert Hartoch, Holland 6 Fr.   550.-
   9. Heinz Lehmann, Deutschland 6 Fr.   550.-
10. Ernö Gereben * 6 Fr.   550.-
11. Heinz Wirthensohn * 5 ½ Fr.   300.-
12. Walter Amman 4 ½ Fr.   200.-
13. Sylvain Zinser, Frankreich * 4 Fr.   100.-
14. Christian Issler * 2 ½ Fr.   100.-

* Mitglieder SK Birseck

Während des NATURAL-Turniers wurde der Schachtag duchgeführt. Es siegte die Basler SG vor Birseck. Zu den Jubiläumsanlässen gehörte auch ein offenes Turnier, das Christian Issler gewann vor Ernst Fatzer.Der deutsche Grossmeister Robert Hübner spielte am 29. September 1971 simultan: +25, =1, – 1. Die Junioren besiegten Weil/Haltingen und zur Jahreswende nahmen unter Leitung von Göpf Kräuchi fünf Birsecker am ältesten, regelmässigen Schachkongress in Hastings (England) teil. Am 23. April 1972 organisierten wir in der Mittenza den kleinen Länderwettkampf Schweiz B gegen Baden, der 10 – 10 endete. 1972 fand der regionale Schachtag wieder in Arlesheim statt, die Junioren der Nordwestschweiz gewannen den Regionenwettkampf. 7 der 10 Bretter waren mit Birseckern besetzt. Christian Issler vertrat die Schweiz bei der Studentenweltmeisterschaft in Graz. Den Jahrhundertwettkampf Spassky – Fischer verfolgten wir täglich im Klubheim. Für ausgezeichnete Analysen profitierten wir voen einem Anlass mit Grossmeister Hein Donner im psychologischen Laboratorium Amsterdam. Die Verbindung erfolgte über Paul Müller, der beruflich in Holland weilte. Ende März 1973 war wiederum Dehrn als Gast im Birseck. Wir gewannen 6 – 4. Im April gewannen eine von 4 nach Porrentruy entsandten Mannschaften das dortige internationale Jubiläumsturnier. Am 4. Mai 1973 besiegten wir in Münchenstein den österreichischen Meister Voest-Linz 7 – 5. Am 11. Mai 1973 spielte Werner Hug simultan: +19, =7, – 1. In jenen Tagen begann für den Schachklub Birseck eine schwere Zeit der Belastungen. Streitereien unter den Mitgliedern, bei denen es auch um die Person des Präsidenten Göpf Kräuchi ging und der bei dieser Sache keine sehr glückliche Hand hatte, führte zum Austritt vieler, auch spielstarker Spieler. Dabei auch Spieler, die in einem neuen Verein selbst führende Rollen übernehmen wollten, und deren Ehrgeiz eher in Richtung professionalisierung des Spitzenschach ging. Zu allem Ueberfluss beging Kräuchi in seinem Kleinunternehmen Unregelmässigkeiten und setzte sich ins Ausland ab. Seine Schachtätigkeiten sind davon nicht betroffen worden, sieht man davon ab, dass er seine Angestellten (Schachspieler) und den SKB im Stich liess. Dazu gehörte auch die von ihm gegründete Zeitung „Chess-Echecs-Schach“. Er dessertierte auch als Hauptmann der Schweizerarmee. Später trat als Coach der Haitianischen Nationalmannschaft wieder an die Schachöffentlichkeit. Als Folge gaben sich mehrere Vereinspräsidenten die Türklinken in die Hand. Trotz einigen Zwischenhochs gelang es aber nicht, die Schönwetterlage der 50er und 60er Jahre zu stabilisieren. In der SMM konnten wir uns in jenen Jahren mit wechselnden Resultaten behaupten. Auch das Jugendschach behielt seinen festen Platz im Kalender des Klubs. Den Team Cup gewannen wir 1973. Dabei waren Heinz Wirthensohn, Ronald Wyss, Philipp Ammann, Roland Beck und Ralph Fierz. 1975 organiserten wir in der Mittenza den Länderwettkampf Schweiz – Oesterreich. In den Räumen der Basler Nachrichten spielten sich am 7. November 1975 das von uns geleitete „Basler Nachrichtenturnier“ ab. Der Friede im Klub kehrte schnell wieder ein. Die grössten Streithähne hatten ihn verlassen. Die Jugendarbeit war wie erwähnt, jederzeit nennenswert. Jüngere Kräfte haben auf manchen Posten Arbeiten übernommen. Leider minderten sich auch die Beiträge der Behörden, während die Beiträge an die Verbände sehr stark anstiegen und auch die übrigen Kosten für Anlässe (Turniereinsätze, Reisespesen) sich gleichzeitig erhöhten. Das aber waren nicht nur Probleme des Schachklub Birseck.

1976 – 1980

Jenen Mitgliedern, die dem SKB die Treue gehalten haben – und es war erfreulicherweise die grosse Mehrzahl – wurde es klar, dass es schwerer ist, die erwähnten Sünden zu korrigieren, als diese zu begehen. Nach 1973 und 1974 gewann Birseck 1976 zum dritten Mal den Team Cup. Im gleichen Jahr trugen wir einen Korrespondenzwettkampf gegen die traditionsreiche Kieler Schachgesellschaft aus. Am 28. Januar 1976 trat der rumänische Grossmeister Florin Gheorgiu zu einer Simultanvorstellung an: +23, =6, – 1. Ein echter Höhepunkt war das auf Burg Reichenstein in Arlesheim am 7. März organisierte Symposium der Schweizer Kunstschachfreunde und am gleichen Tag das Nachtessen unserer Mitglieder. Die Anlässe waren nur möglich durch den Grosseinsatz von einigen Damen und Herren unseres Klubs und zugewandten Orten unter der Leitung des Kochs vom Dienst, Hans Neukom. Sehr schön war das zweitägige Treffen am 13./14. April 1976 mit dem Firmenteam der Berliner Bundesversicherung. Birseck gewann 6 ½ – 3 1/2 und den Blitzwettkampf alle gegen alle 126 ½ – 35 ½ . Am 20. Juni waren wir mit zwei Teams in Mülhausen und am 10. August spielte Ex-Weltmeister Michail Tal bei uns simultan: +21, =12, – 3. Den Anlass führten wir in den unteren Räumen des Hilton Basel durch. Die Presse berichtete von rund 600 Kiebitzen, die kaum Platz fanden. Im August 76 vertrat unser Junior Peter Christen den Schweizerischen Schachverein beim internationalen Turnier in Sas von Gent (Belgien). Ein anderes vielversprechende Jungtalent, Jürg Ditzler, machte von sich Reden durch den Sieg im Kartaus-Cup mit 6 aus 7. 1976 begann der emigrierte sowjetische Grossmeister Viktor Kortschnoi in der Schweiz Fuss zu fassen. Wir organisierten für ihn im Basler Kaufhaus Rheinbrücke ein sehr gut besuchtes Reihenspiel. 1977 beging Birsfelden sein 50jähriges Bestehen. Am Schachtag zu diesem Anlass belegten wir hinter Allschwil den 2. Rang. Trotz grossem Aderlass reichte die Substanz aus, um zusammen mit aktiven Funktionären anderer Klubs die Organisation der Schweizerischen Einzelmeisterschaften zu übernehmen. Wir sind eingesprungen nach dem der vorgesehene Ausrichter kurzfristig zurückgetreten war. Hans Neukom übernahm das OK-Präsidium. Turnierlokal war einmal mehr das Mittenza

Schach im Schaufenster

Einen propangandistisch gelungen Anlass führten wir während des Wettkampfes um die Weltmeisterschaft 1978 zwischen Kortschnoi und Karpow bei Möbel Lang an der Güterstrasse in Basel durch. Während des Wettkampfes hatten wir das Klublokal täglich geöffnet, was den Mitgliedern gestattete, das Geschehen in Baguio City aktuel zu verfolgen.

Leider starb der Vater unseres Klublokals, Max Bernasconi 1978 in diesem Lokal während einer Schachpartie an Herzversagen. Wir widmeten ihm anfangs 1979 ein Gedenkturnier. Wir spielten 1978 und 1979 je einmal in Münchenstein und Mülhausen gegen die dortige Stadtauswahl. Michèle Schori wurde Dritte an der Schweizerischen Mädchenmeisterschaft, die Nordwestschweizer Meisterschaft gewann Klaus Born vor E.Fatzer und P.Gentsch. Das internationale Mannschaftsturnier in Obernai gewannen wir mit 28 ½ Punkten, vor Offenburg (D). 1979 hatten wir die Ehre zum wiederholten Mal den Coupe Suisse Final zu organisieren. Unser Mitglied Ronnie Wyss verlor leider gegen den bei Allschwil tätigen Jugoslawen Miro Desancic. Das vierzigste Jahr des Bestehens feierten wir mit einer Doppelveranstaltung in der Liebrüti in Kaiseraugst. Ende 1980 führten wir den Schachtag des Nordwestschweizerischen Schachverbandes durch und am anderen Wochenende organisierten wir im Auftrage des SSV die Schlussrunde der SMM. In der SMM gab es in der Berichtsperiode ein richtiges Auf – und Ab. Während sich das Eins recht gut behauptete, waren die Ergebnisse in den anderen Ligen durchgezogen. Der Aderlass durch die vielen Austritte machte sich bemerkbar. Selbst für Experten überraschend wurde unsere Mannschaft im Jubiläumsjahr 1980, an der Schlussrunde in der Liebrüti zum drittenmal Schweizermeister.

1. Birseck 11 / 32.0
2. Zürich SG 10 / 32.0
3. Allschwil 9 / 28.5
4. Zytglogge Bern 8 / 29.5
5. Biel 8 / 28.0
6. Winterthur 7 / 28.5
7. Nimzowitsch Zürich 3 / 22.5
8. Basel SG 0 / 19.5

 

Es spielten für Birseck: C. Partos, 5 ½ / 7, J.Ditzler 1 ½ / 6, E.Gereben 2 / 6, H.Neukom 0/1, P.Herb 4 ½ / 5, S.Zinser 4 ½ / 7, Ch.Sterkman 2 / 7, Chr. Issler 4 / 5, R.Wyss 4 ½ / 6, O. Tresch 2 / 2, R.Beck ½ / 2, E.Fatzer 1 /, als Coach amtete R.Mäser. Birseck profitierte davon, dass in der vorletzten Runde das führende Zürich knapp besiegt werden konnte und Zürich seinerseits in der letzten Runde klar gegen das mit Toth und Bhend an den Spitzenbrettern angetretene Allschwil gewann. Die Jubiläumsklubmeisterschaft 1980/81 gewann Ernst Fatzer vor Ronnie Wyss.

1981 – 1990

Der Schweizer Meistertitel 1980 war nur ein Strohfeuer. Das Gebälk war morsch. Auf Grund des Beschlusses, den Spitzenspielern keine Partienhonorare auszurichten, verliessen weiterere Leistungsträger unseren Klub. Das Eins platzierte sich im 3. Rang, 1982 im 7. Rang und 1983 erfolgte der Abstieg in die NLB und 1984 in die 1. Liga. Trotzdem gab es mehrere Einzelerfolge, aber der Besuch der Spielabende war schlecht uns so erstaunt es nicht, dass 1987 der Tiefschlag erfolgte, das Eins stieg in die 2. Liga ab. Die Jugendgruppe bauten wir umgehend wieder auf. Schachwochen für Schüler führten wir ein- bis zweimal pro Jahr in den Frühjahrs- und Herbstferien durch. Unser damaliges Jugendmitglied Fabian Mäser qualifizierte sich für die U16-Weltmeisterschaft in Ecuador, begleitet wurde er von seinem Vater Rolf, der kurze Zeit Präsident des SKB war. 1987 wurde die damals 16jährige Karin Brülhart in Bern Schweizer Juniorenmeisterin. Auch sie wurde vom Verband zur Weltmeisterschaft nach Chile entsandt. Der Besuch der Spielabende verbesserte sich. Jeweils am Freitag, oft auch am Dienstag und vor allem auch am Samstagnachmittag traf man sich im Klubheim. In der Nordestschweizerischen Einzelmeisterschaften 1981 gab es einen Doppelsieg von Jürg Ditzler 7/7!, vor Peter Christen. Dasselbe auch 1982 durch Ronnie Wyss und Roland Beck. Roland Beck gewann den Stichkampf und wurde NEM-Meister. 1982 brachte auch sehr viel Arbeit auf administrativer Ebene. Einige Mitglieder waren im OK der Schacholympiade Luzern tätig. Wir widmeten dem Grossanlasse einen Vortragsabend mit Referaten von IM Charles Partos, Spieler der Nationalmannschaft, Paul Müller-Breil, Ressort Information und Herausgeber des Turnierbuches und Ronald Wyss, Ressort Turniermagazin. Am 4./5. September 1982 verloren wir in Münchenstein gegen Saarbrücken 4 – 8 und im Blitzwettkampf 18 – 48. Am 16. Oktober waren wieder in Mülhausen und belegten den 6. Rang von 60. Mannschaften. In Silvaplana 1982 wurde Hans Schudel bei den Senioren Zweiter. 1984 taten wir einiges auf Verbandsebene. Für den SSV betreute P.Müller die Fernsehsendung „Schach für Jedermann“ mit dem Abschluss von Diplomen. 1984 fand die internationale Schweizerische Jugendmeisterschaft in Basel statt. Hinter Jan Voneschen (Allschwil) belegte Simon Walder den 2. Rang. Dabei waren aus unserer Jugendgruppe auch Daniel Reist, Andreas Borer, Roland Herzig und Urs Brülhart. 1984 spielten wir in Mülhausen und 1986 in Dornach gegen Mülhausen. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre konzentrierte sich das Klubleben in erster Linie auf die SMM. Das Bestreiten grosser Events auf nationaler Ebene fiel fast ganz aus. Schon 1989 kehrte das in die 1. Liga zurück, wo es notabene bis 1991 blieb und in der Regel eine bedeutende Rolle im Kampf um die Spitzenplätze spielte. Auch die Anzahl der teilnehmenden Teams war fast in jedem Jahr gross und damit ist auch erwiesen, dass die Klubleitung stets im Auge behielten. Nicht immer aber haben die Mitglieder mitgezogen und oft war es schwierig, vollständige Mannschaften zu bilden. Erfreulich aber war die Tatsache, dass stets wieder Jugendliche in die Mannschaften eingebaut werden konnten. Einen Wandel machte auch die Jugendarbeit mit. Von Jahr zu Jahr fanden sich Mitglieder, die bereit waren, die Jugendleitung zu übernehmen und die jährliche Schachwoche durchzuführen. Eine zusätzliche Lehrmöglichkeit gab es damals, als der Computer Einzug hielt und die Jugend Gefallen an diesen Geräten fand. Simon Walder wurde an der Schweizermeisterschaft Mensch gegen Computer fünfter und er gewann einen Spezialpreis für die kürzeste Gewinnpartei. Wieder waren Mitglieder mit organisatorischen Aufgaben betraut. So beim Wettkampf Kasparow – Miles in Basel und auch beim schweizerischen Schachturnier in Basel 1986. Das aus unserer Sicht herausragendeste Ergebnis in Basel war der Gewinn der schweizerischen Seniorenmeisterschaft durch Hans Schudel. Am 16. Mai 1988 starb Ernö Gereben. 1989 war das Jahr der Karin Brülhart. Den geteilten 2. Rang an der Landesmeisterschaft in Biel. 1 ½ / 2 im Länderwettkampf gegen Deutschland und als Höhepunkt die Teilnahme an der Schacholympiade in Saloniki, waren die Zeichen, die Karin setzte. Die Schachwoche fand vom 3. – 7. April 1989 statt und wurde abgerundet von einem Jugend-Weekend auf Rotburg am 8./9. April. 1989 führten wir den kantonalen Schachtag in Arlesheim durch. Es kam zu einer Rekordteilnehmerzahl von 360 Spielern. 1. Basel, 2. Allschwil, 3. Birseck. Ganz im Sinnde des „50 Jahres SKB“ waren die Anlässe im Jahre 1990: 9.-12.4 Schulschachwoche, Ende Mai Turnier des Gymnasium Münchenstein, 25.-29. Juni Kurswoche des Kaufmännischen Vereins Baselland, 1.-5. Oktober Schulschachwoche, 6. – 13.10 Offenes Jugend- und Schülerturnier. Zum Schluss der Wochen hielten wir ein Picknick ab, an dem auch die Eltern teilnehmen konnten. Das Turnier für Jugendliche gewann Andri Arquint, seit einiger Zeit in Münchenstein ansässig mit 5 ½ aus 7 vor Robi Koller und Urs Brülhart. Das Turnier der Junioren und Schüler gewann Christoph Steinhard (D) vor Gerhard Janasik (D) und Bruno Zanetti, Birsfelden. Am internationalen Turnier in Umkirch (D) beteiligten wir uns mit drei Mannschaften. Weil das 1989 reibungslos funktionierte führten wir den Nordwestschweizerischen Schachtag auch 1990 in Arlesheim durch. Es gewann diesmal Allschwil vor Basel, Reichenstein, Birseck, Therwil und Mülhausen. Zuständig für alle Anlässe war Urs Brülhart, eben auch kaum dem jugendlichen Alter entwachsen.

1991 – 1999

Das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts begann in der SMM 1991 aussenordentlich erfolgreich. Das Eins erreichte das Aufstiegsspiel in die NLB. In Bern aber verloren wir einen hart umstrittenen Wettkampf gegen Genf 2. Die 90er Jahre waren geprägt durch herausragende Schüler- und Juniorenresultate. In der Mannschaft Nordwestschweiz, die am 1. Schüler Grand-Prix in Suhr 1991 teilnahm, erzielten am 4. Brett und am 5. Brett Gérard Nüesch beste Ergebnisse. Am Regionenwettkampf in Luzern 1992 erzielte Markus Obkircher am 1. Brett 2 / 2. In Chiasso 1991 wurde in der Schülermeisterschaft Gérard Nüesch zweiter hinter Yannick Pelletier und Christian Schenk kam auf gute 3 Punkte. Bei der gleichen Veranstaltung 1992 in Laax erzielte Markus Obkircher bei den Junioren 4 Punkte und Gérard Nüesch wurde Schweizer Schülermeister, vor Olivier Moor (Zug). Am 15.6.191 weilte der russische Grossmeister David Bronstein anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung mit Birsfelden bei unserer Jugend in Münchenstein. Nach einem Referat „Freude am Schach“ spielte Bronstein simultan: +14, =3 Morath, Christian Schenk und Gérard Nüesch, – 3 Markus Obkircher, Andrew Lumsdon und Bruno Zanetti.

Bronstein,David (2450) – Zanetti,Bruno (1871) [B09]

1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.f4 Lg7 5.Sf3 c6 6.e5 Sfd7 7.e6!? fxe6 8.Sg5 Sf6 9.Lc4 d5 10.Ld3 Dd6 11.h4 Sbd7 12.h5 gxh5 13.Txh5 e5 14.fxe5 Sxe5 15.dxe5? Dxe5+ 16.Kf1 Lg4 17.Le2 Lxe2+ 18.Dxe2 Dxe2+ 19.Kxe2 Sxh5 20.g4 Lxc3 21.bxc3 Sf6 22.Kf3 h5 23.gxh5 Sxh5 24.Le3 e5 25.c4 d4 26.Ld2 Sf6 27.Te1 e4+ 28.Sxe4 Sxe4 29.Txe4+ Kf7 30.Txd4 Tad8 31.Tf4+ Ke6 0–1

Einen Tag zuvor, am 14.6 spielten wir in Münchenstein gegen Gundelfingen bei Freiburg i.Br. und verloren 4 ½ – 9 ½ . In diesem Jahr verstarb, erst 67jährig unser Ehrenmitglied Hans Neukom. Wir hatten ihm sehr viel zu verdanken, als Klubpräsident, als Präsident verschiedener Kommissionen und als starker Spieler. Das 4. Birsecker Open gewann Ernst Fatzer vor P.Polanyi und Andreas Borer. Das Schülerturnier gewann Christian Schenk vor Odermatt und J.N. Riff. 1993 spielte Karin Brülhart im Rheintal in der Schweizermannschaft im 4-Länderturnier und gewann alle 3 Partien! Markus Obkircher wurde in Zürich im Final B des Jelmoli Cup Dritter. Das Regionalturnier wurde von Birseckern klar dominiert. Bie den Junioren gewann Gérard Nüesch vor Markus Obkircher und Christian Schenk. Dorian Jäggi gewann das Schülerturnier vor Robin Podder. Im Anschluss an dieses regionale Turnier galt es in der Schweizermeisterschaft in Birsfelden ernst. Bei den Junioren platzierte sich Gérard Nüesch als bester Schweizer im 4. Rang und wurde damit Schweizer Juniorenmeister 1993. Ein sehr schöner Erfolg nach dem Schülermeister 1992 in Laax. Markus Obkircher erzielte sehr gute 4 Punkte. Bei den Schülern erreichten Robin Podder und Dorian Jäggi je 3 ½ Punkte. Christian Schenk rundete die guten Birsecker Ergebnisse ab. Er gewann das Gäste-Einladungsturnier.

Nüesch,Gerard – Leib,Agripa [E83]

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f3 0–0 6.Le3 a6 7.Dd2 Sc6 8.0–0–0 Tb8 9.g4 e5 10.d5 Sd4 11.Sce2 Sxe2+ 12.Sxe2 Se8 13.Sg3 c6 14.h4 f5 15.gxf5 gxf5 16.exf5 Lxf5 17.Sxf5 Txf5 18.h5 Tf8 19.Ld3 c5 20.h6 Lf6 21.Tdg1+ Kh8

Bild 5 Nüesch - Leib

22.Tg7 Sxg7 23.hxg7+ Lxg7 24.Lxh7 Tf4 25.Lxf4 exf4 26.Lf5+ Kg8 27.Le6+ 1–0

Gute Ergebnisse gab es 1993 in der SMM. Das Eins belegte mit Trubschachen den geteilten 1. Rang, dass Zwei stieg auch in die 1. Liga auf. 1994 hatten wir zwei Teams in der 1. Liga, wobei eine Mannschaft der schweren Westgruppe zugeteilt war, was auch in den kommenden Jahren lange Reisen bedingte. Vom Schweizerischen Schachverband ist Gérard Nüesch an die Jugend –WM in Ungarn in selektioniert worden. Er ist damit bereits das fünfte Jugendmitglied des SKB, dem diese Ehre zugefallen ist. In diesen früheren 90er Jahren meldeten wir jeweils zwei Schülermannschaften für den Jugendschachexpress des Arbeiterschachbundes an. Leider wurde der sehr schöne Anlass aus finanziellen Gründen nicht mehr durchgeführt. Zum Jahresausklang können wir über zwei andere, sehr erfreuliche Anlässe berichten. In einem 4-Klubmannschaftsturnier in Laufen gewann unser Team vor Neuallschwil, Birsfelden und Laufental. Am erfolgreichsten mit 3 Siegen war der erst 8jährige Bryan Tompos. Das letzte Training 1994 verbanden wir mit einem Weihnachtsfest. Alexander Aljechin, Sohn des legendären Weltmeisters, hielt ein Referat über seinen Vater. 1995 führten wir in Münchenstein in der Turnhalle des Lärchenschulhauses den Grand-Prix-Suisse für Schüler durch. Der Anlass war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Die Nordwestschweiz stellte drei Teams (10er Mannschaften!); die erste platzierte sich hinter Luzern im 2. Rang. Hans Brülhart war Chef der Verpflegung und zugleich Koch, Roland Herzig besorgte die Tageswirtschaft und Philipp Willimann war Kassier. Der Anlass wurde im Rahmen der Feiern „800 Jahre Münchenstein“ durchgeführt. Am 24. Juli 1995 starb ganz unerwartet, während einer Bergwanderung Prof. Dr. Peter Leepin. Er hat sich nach seinem Rücktritt 1976 als Vorsitzender des Direktoriums der Basler Versicherungen und als Professor an der Universität Basel vermehrt unserem Klub gewidmet und als Spitzenspieler die erste Mannschaft verstärkt. Peter Leepin analysierte oft mit unserem Nachwuchs bei welcher Gelegenheit sein aussenordentliches Geschick als Didaktiker zur Geltung kam. In der SMM 95 erreichten wir in der 1. Liga Gruppe Nordwest den 3. Rang hinter Allschwil 2 und Trubschachen. 1996 hat Dorian Jäggi in Anzère die Schweizer Meisterschaft der Schüler gewonnen! Daniel Reist und Bruno Zanetti nahmen im Mai 1996 in Balathonboglar (Ungarn) an der Eisenbahner Schach-Olympiade teil und klassierten sich im 14. Rang von 21 Nationen. Dagegen gibt es 1996 negatives aus der SMM zu melden. Das Eins belegte den letzten Rang und musste absteigen. Das „2“ konnte sich in der Westgruppe halten, somit blieben wir mit dem Eins in der 1. Liga. Ende 1996 durfte man den Abschluss der ersten Phase der Renovationen des Klubheims feiern. Die Spielbedingungen haben sich dadurch wesentlich verbessert. Am 16. April 1997 starb in Seltisberg unser früherer Spielleiter und Ehrenmitglied Benno Brauchli. Er war Realisator ungezählter Anlässe des SKB. Aus Gesundheitsgründen und infolge Wohnortwechsels sah man ihn in den letzten Jahren kaum mehr im Klub. Dorian Jäggi konnte am grössten und stärksten offenen Turnier der Welt in New York teilnehmen! Es war das Geschenk von Vater Felix für den Schweizermeister Titel. Noch immer aber wer der SKB in seinen Strukturen im Umbruch. Im Jugendschach brillierten einzelne, aber der Aufwärtstrend war klar auszumachen. Neben dem seit einigen Jahren gepflegten Einsatz von jeweils 10 Schachcomputern an der Schachwoche, hat jetzt das Internet die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Trotzdem wir fast keine externe Unterstützung mehr bekommen, kann diese Woche dank dem Einsatz jüngerer Kräfte erfolgreich durchgeführt werden. Man freut sich besonders an jenen Partien, in denen es gelingt, dem Meister ein Bein zu stellen, wie in der folgenden Auseinandersetzung. IM Känel (Birsfelden/Beider Basel ; die beiden Klubs haben inzwischen fusioniert) reiste extra wegen dieser NMM-Partie von Bern nach Basel.

Känel,Hansjürg – Jäggi,Felix [D30]

1.Sf3 d5 2.e3 Sf6 3.c4 c6 4.d4 e6 5.a3 Le7 6.Sbd2 0–0 7.b4 Sbd7 8.Lb2 b6 9.Le2 Lb7 10.c5 Se4 11.Sxe4 dxe4 12.Sd2 f5 13.Db3 Tf6 14.0–0 Kh8 15.f3 exf3 16.Lxf3 Dc7 17.Tfc1 bxc5 18.dxc5 Th6 19.g3 Se5 20.Lxe5 Dxe5 21.Sc4 Dc7 22.Td1 e5 23.e4 f4 24.gxf4 exf4 25.e5 Lc8 26.Sd6 Le6 27.Da4 Tg6+ 28.Kh1 Ld7 29.Td2 Lxd6 30.exd6 Dd8!? 31.Te1 Dg5? Zeitnot 32.Tde2 h6 33.Da6 Tc8 34.Dxc8+ Lxc8 35.Te8+ Kh7 36.Txc8 Dh4? 37.Tce8?? Df2 38.Lxc6 f3 0–1

Zu Beginn des Jahres 1998 verloren wir ganz unerwartet Simon Walder. Als starker Spieler und als lieber Freund wir Simon in unserer Erinnerung bleiben. Er starb auf einer Reise nach Afrika an Malaria. Wen auch (noch) nicht so viele Mitglieder von der Partie waren, darf das Lager in Engelberg als sehr gut gelungen bezeichnet werden. 14 Birsecker waren es schliesslich, die die Schweizerische Einzelmeisterschaft bestritten. Bruno Zanetti hat ein Chalet am Austragungsort gemietet und mit kräftiger Hilfe grosse Erfolge geernetet. Im Nationalturnier erreichte Igor Berezwosky den 21. Rang. Die Jugendgruppe entwickelte sich 1998 stark in die Breite. Die Spielstärke mancher Mitglieder nahm kontinuierlich zu. Die Schachwoche für Schüler war in diesem Jahr gut besetzt. Geboten wurden Computerschach, Internet und Gartenschach, nebst dem üblichen Programm. Das Jugend Team Turnier in Therwil konnten wir mit drei Mannschaften bestreiten. Eine Woche später beteiligten sich 9 Mädchen und Knaben am Grand-Prix in Zürich, durchwegs mit guten Resultaten. Die Garage Settelen hat uns ein Kleinbus für die Reise nach Zürich zur Verfügung gestellt. Nicht weniger als 50 Schüler beteiligten sich an der Projektwoche zum Thema Schach, die vom Schulhaus Langenheid Münchenstein in unserem Lokal durchgeführt worden ist. Als Instruktoren wirkten Mitglieder unseres Klubs. An der Mädchenmeisterschaft in Court nahmen Patrycja Sacharuk und Janine Frei teil. Am 4. Oktober 1998 nahmen Igor Berezwosky (ELO 2368), Gérard Nüesch (2208) und Bruno Zanetti (1922) am Jubiläumsturnier in Solothurn teil. An diesem Schnellturnier erzielten alle 5 Punkte und hatten somit nach 7 Runden dasselbe Total wie die Stars GM Milov (2626), GM Khenkin (2626) und IM Calubovic (2450)! Die Schachwoche für Schüler war auch in diesem Jahr gut besetzt. Ein weiterer Höhenpunkt des stark befrachteten Jahresprogramms war die Durchführung des Nordwestschweizer Schachtag 1998 im neuen KUSPO in Münchenstein. Bruno Zanetti hat den Anlass mit der Herausgabe eines Programms und mit Durchführung eines Simultans am Vormittag durch FIDE-Meister Igor Berezwosky zu einem echten Happening gemacht. Igor erzielte mit 16 ½ – ½ ein Top-Ergebnis. Allein Enrique Garcia vermochte ihm ein Remis abzunehmen. Frau Ulrike Hool, Redaktorin des Wochenblattes für das Birseck und Dorneck machte Igor zu einem Foto-Star, mit einer starken, ganzseitigen Aufnahme. Den Schachtag gewann die Basler SG vor Birseck und Allschwil. In der SMM verstärkte uns Igor Berezwosky und wir klassierten uns auf dem 3. Rang. Leider gingen viele Partien Forfait verloren; noch lassen es manchen Spieler an der notwendigen Disziplin fehlen. In der SMM stieg das Eins in die NLB auf, die Schüler gewannen die Nordwestschweizer Schüler Mannschaftsmeisterschaften und am Jahresende gewannen wir in Niederdorf den Nordwestschweizer Schachtag! Schon im Januar hatten wir zwei befrachtete Weekends zu bestehen. Im ersten Simon Walder Gedenkturnier, dass wir dank einem Legat der Familie Walder durchführen durften, begegneten sich Schüler und Freunde der Altersklassen der verstorbenen Simon zu einem Turnier. An den Beginn des Jahr fiel auch das erste Hilton Open in Basel. Einige Spieler nahmen die Gelegenheit wahr, ein derart starkes Turnier in unserer Nähe mitzuspielen. Zum 2. Schachlager war auch der ukrainische Grossmeister Mikhail Golubev eingeladen worden und Mitglied in unserem Klub. Vor der Abreise nach Grächen gab es ein Referat und ein Simultanvorstellung. An der SEM in Grächen waren 15 Mitglieder dabei. Mischa gewann das Nationalturnier in Grächen! Berezowsky klassierte sich auf dem ausgezeichneten 6. Rang! Im Hauptturnier 2 wurde Roland Herzig Dritter! Wegen vorzeitiger Abreise nach den USA ist Sofia Lano zurück getreten. Schön schriebe Patrycja im Bulletin „Dankeschön! Kurz gesagt Sofia, Patrycja Niggi, Julian und Florian hatten eine mega gute Zeit in Grächen und wir freuen uns schon heute auf Pontresina!“. Das erstmal ausgeschriebene Weekend Turnier gewann Nandor Vilagos vor Gérard Nüesch und Dorian Jäggi. Das Jugendturnier im Herbst gewann Marc Jug vor Dario Wiesner. Im November starb unser Ehrenmitglied Markus Glauser. Der SKB verdankt ihm sehr viel. Jederzeit war Markus bereit in einer Mannschaft mitzuwikren, sich an der Ausbildung Jugendlicher zu beteiligen oder im Klubheim Hand anzulegen. Die SMM 99 hatten Ihren Höhenpunkt im Gruppensieg und dem anschliessenden 5 ½ – 2 ½ Sieg im Aufstiegsspiel gegen Sion. Trotz der langen Reise durfte der Klub aus dem Wallis nicht unterschätzt werden, denn noch vor einigen Jahren spielte er in der NLA. Wie erwähnt gewannen die Schüler die NSV-Schülermannschaftsmeisterschaft. Beteiligt waren die Geschwister Sacharuk mit Nicolas Weber. Igor gewann gegen sehr starke Konkurrenz da Blitzturnier der Basler Zeitung. Das erfolgreiche 1999 klang aus mit dem Sieg am Schachtag in Niederdorf.

2000 – 2009

Im Juni 2000 nahmen Daniel Reist (3 ½ aus 7) und Bruno Zanetti (5 ½ / 7) zum dritten Mal an der Eisenbahner Schach Olympiade teil. Die Veranstaltung fand in Dresden statt. Das Schweizer Team klassierte sich auf dem 16. Rang von 24 Nationen. Während den Sommerferien organisierten wir zum wiederholten Mal eine Schülerwoche. 21 Birsecker nahmen an der SEM in Pontresina teil!

SKB Im Höhenrausch

Insgesamt 21 Birsecker inklusive diverser zugewandter Orte verbrachten Mitte Juli 10 gemütliche Tage an der SEM in Pontresina. Den Spürfähigkeiten von Felix Jäggi war es zu verdanken, dass die Delegation in La Punt in einer wunderbare Unterkunft eine ausgezeichnete Startbasis für die mehr oder minder grossen Taten an den 64 Feldern fand. In Form gehalten wurde die Truppe von bewährten Küchenteam Nicole Sacharuk und Hans Brülhart mit ausgezeichneten Mahlzeiten, diesmal zusätzlich unterstützt von Felix. Für die manchmal etwas kurzen Schlafperioden zwischen Döggelen, Jass und Schach standen 2er oder 3er Zimmer zur Verfügung, die ab und zu von einzelnen Teilnehmern fluchartig geräumt werden mussten, damit sie noch rechtzeitig zu Partiebeginn um 13 Uhr in Pontresina eintrafen. Die Mehrzahl benutzte zum Pendeln den Zug, während der Präsident mit den Junioren die 13 Kilometer jeweils mit dem Velo zurücklegte.
Diverse Personen wollten sich aber auch einfach nur erholen. So konnte sich z.B. Stefan Eggenberger für einen Moment von seiner Diplomarbeit losreissen und einige Tage im Engadin verbringen, und auch Brunos Eltern hatten mit Schach nicht viel am Hut. Nach Pio’s eindrücklichen Vorstellungen wissen wir jetzt aber alle, wo Bruno Jassen gelernt hat.

7 Mitglieder beteiligten sich am HT1 (Ernst Fatzer, Albert Fischli, Dorian Jäggi, Hanspeter Marti, Gerard Nüesch, Christian Schenk, und Bruno Zanetti). Spitzenreiter unserer Truppe nach 9 hart umkämpften Runden war Dorian im 23. Rang mit 5½ Punkten, noch zwei Ränge vor Gérard mit 5 Punkten. Dieser war allerdings durch eine pfundige Erkältung stark behindert, so dass er aus den letzten 3 Runden nur noch einen halben Punkt holte. Ebenfalls auf ausgezeichnete 5 Punkte kamen Bruno (29.) und Ernst (34.), während es Albi nach einer verpatzten ersten Hälfte dank einem Endspurt mit 3 aus 4 noch auf 50% und Rang 51 brachte.  Christian wurde mit 5 Remis und einem Sieg in der letzten Runde (endlich!) 76., während es dem Präsident lange Zeit am letzten Brett so zu gefallen schien, dass er sich dort häuslich einrichten wollte. Nach einem Start mit ½ aus 6 überlegte er sich aber doch noch anders und konnte sich mit 2 Siegen in den letzten 3 Runden als 89 von 93 noch etwas vom Tabellenende absetzen.

Philipp Willimann legte im HT2 einen Blitzstart mit 2/2 hin. Erschrocken über seinen Erfolg war er in der Folge (zu) friedfertig und beendete nach 5 Remis in Serie das Turnier als Startnummer 48 auf dem hervorragenden 16 Platz! Im HT3 beendete Benjamin Kaufmann sein erstes Turnier mit guten 3 Punkten auf Platz 59, obwohl er durch eine sehr unglückliche Zeitüberschreitung Lehrgeld zahlen musste (Uhren muss man halt nicht nur beim Blitzen drücken!!). Das Juniorenturnier wurde eine sichere Beute von Yuri Drozdowsky, unserem Gast aus der Ukraine. Mit 16 ist er bereits IM und wir konnten jeweils am Abend alle von seinen trefflichen Ratschlägen bei der Partienanalyse profitieren.

Am Schülerturnier schliesslich, das leider enttäuschend wenig Teilnehmer aufwies (nur 25), mussten unsere Vertreter hartes Brot essen. Nicolas Weber, Julian Sacharuk und Tobias Marti belegten schliesslich die Ränge 20, 21 und 23. An Erfahrung gewonnen haben sie aber auf alle Fälle.

Die Stimmung war so gut, dass noch während des Turniers erste Fühler für die nächste SEM in Scuol ausgestreckt wurden. Bestimmt werden wir wieder eine der zahlenmässig stärksten Delegationen stellen und so neben dem Schach auch die Kameradschaft pflegen können. Besten Dank den Organisatoren und dem Küchenteam für dieses erzobersupermegageile Schachlager.

Sieger des zweiten Birsecker Weekend Turniers wurde der Therwiler Marcel Bodmer.In der SMM klassierten wir uns als Aufsteiger auf dem tollen 5. Rang! Vom 15.- 20. September 2000 feierte der SKB in der alten Mühle in Arlesheim sein 60jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung zum Thema Schach. Am 11. Oktober starb unser Ehrenmitglied Paul Guldimann nach kurzer schwerer Krankheit. Während Jahren war er für den SKB aktiv. Als Höhepunkt war er Präsident des OK der Jugend WM 1959 in Münchenstein. Einige Jahre im Vorstand des Basellandschaftlichen Schachverband, der ihm die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Am Schachtag wurden wir Dritter hinter der BSG und Rössli. 2001 nahmen wir wieder an der SEM teil. Im Hauptturnier gewann IM Roland Ekström vor den Birseckern FM Igor Berezwosky und GM Mikhail Golubev. Im Hauptturnier 2 wurde Hanspeter Marti Zweiter und Roland Herzig Dritter! Das Birsecker Jugend Turnier gewann Marc Jud vor Martin Classen. Das dritte Birsecker Weekend Turnier gewann erstmals ein Birsecker und zwar Dorian Jäggi. Im Herbst spielten wir gegen die BSG einen Freundschaftswettkampf den wir klar verloren. In der NLB stiegen wir knapp ab, es fehlt uns ein ½ Brettpunkt zum Ligaerhalt. Am Neujahrsturnier 2001 im Hilton waren wieder zahlreich vertreten. Es gab tolle Partien von Birseckern allen voran von Andrew Lumsdon und Ernst Fatzer gegen den Turniersieger GM Levente Vajda!

Lumsdon,Andrew (2020) – IM Milosevic,Goran (2322) [E12]

1.d4 Sf6 2.Sf3 e6 3.e3 b6 4.a3 Lb7 5.c4 Le7 6.Sbd2 a5 7.b3 c5 8.Lb2 0–0 9.Le2 a4 10.0–0 cxd4 11.Sxd4 axb3 12.Dxb3 Sa6 13.Lf3 Sc5 14.Dc2 Lxf3 15.S2xf3 Sa4 16.Sb5 Sxb2 17.Dxb2 Db8 18.Tfd1 Tc8 19.Db3 Se4 20.Tac1 Sc5 21.Db1 Ta4 22.Td2 h6 23.Dc2 Da8 24.Se5 Lf6 25.Sxd7 Sxd7 26.Txd7 Taxc4 27.Dxc4 Txc4 28.Txc4 Da5 29.Tb4 Lb2 30.Ta7 1–0

Bild 6 Lumsdon

GM Vajda,Levente (2489) – Fatzer,Ernst (2153) [B15] [Fatzer,Ernst]

1.e4 c6 2.d4 g6 3.Sc3 d5 4.Sf3 Lg7 5.h3 dxe4 6.Sxe4 Sf6 7.Ld3 0–0 8.0–0 Sbd7 9.Sxf6+ exf6! nimmt dem Sf3 jede Aktivität und gibt der Königsstellung fast unbezwingbaren Schutz. 10.Lf4 Sb6 11.c4 Le6! 12.Dc2 De7 provoziert c5 mit der Drohung Ld6 13.Tfe1 Tfd8 14.Tad1 Td7 15.a3 a5 16.Le3 droht primitiv Figurengewinn, aber die schöne Schräge aufzugeben? 16…Sc8 17.Ld2 Dd8 18.b4 axb4 19.Lxb4 Lf8 20.Te2 Lxb4 21.axb4 Df8! 22.b5 Se7 23.bxc6 bxc6 24.Tdd2 Lf5! Feld e6 wurde immer bedrohlicher 25.g4 Lxd3 26.Dxd3 Kg7! 27.Tb2 Tb8 28.Dc3 Sg8 29.g5 Tdb7 30.Txb7 Txb7 31.Kg2 Db4 Der Wendepunkt in der Partie! 32.Dc1 fxg5 33.Sxg5 Te7 34.Te3! Txe3 35.fxe3 De7 36.Sf3 De4 37.Dc3 f6 38.Db3 Se7 39.Kf2 g5 droht h5 nebst g4 40.d5 cxd5 41.c5 Kg6? 42.Sd4 Sf5 43.c6 Sxd4 44.exd4 Dxd4+ 45.De3 Dc4? statt Db2+ 46.De6 Dc2+ mit Remisangebot. ½–½

Vom 1. – 3. Februar 2002 fand das erste Qualifikationsturnier der U12 + U14 CH-Meisterschaft statt. Es nahmen 80 Kinder an diesem Anlass teil, sowie 26 am gleichzeitigen Open. In der U12 klassierte sich Elias Schnyder auf dem 17. Rang. Bester Birseck in der U14 wurde Lukas Schaetti. Im Open gewann der Birsecker Markus Hänggi. Im 2002 fand das Bundesturnier in Basel statt und einige Birsecker nützten die Gelegenheit an diesem Turnier teilzunehmen. Herausragend war das Ergebnis von Reto Loeliger, der im Hauptturnier 3 Zweiter wurde! An der SEM waren wiederum zahlreich vertreten. Bester Birsecker wurde Dorian Jäggi auf dem 27. Rang. SMM war das Eins völlig von der Rolle und stieg in die 2. Liga ab. Der Abstieg wäre vermeidbar gewesen, aber einige Forfaits waren zuviel. Ein toller Sieg landete in der SMM Hanspeter Marti gegen einen stärkeren Gegner.

Xheladini,Mahmut (2238) – Marti,Hanspeter (1924) [C55]

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.De2 Sf6 5.Sg5 0–0?? 6.Sxf7 Txf7 7.Lxf7+ Kxf7 8.Dc4+ d5 9.Dxc5 Sxe4 10.De3 Lf5 11.c3 Df6 12.0–0 d4 13.De2 Dg6 14.f4 Kg8 15.fxe5 Sg5 16.Db5?? Sh3+ 17.Kh1 Le4 18.Dc4+ Kh8 19.Tf3 Lxf3 20.Df1 Le4 21.Sa3 Sf4 22.Kg1 Sxg2 23.Df2 Sh4+ 24.Kf1 Ld3+ 25.Ke1 Sg2+ 0–1Im Oktober spielten wir ein Freundschaftsspiel gegen die BSG und gewannen 8 – 4. Am Familienturnier in Münchenstein gewann das Duo Hanspeter und Tobias Marti. Erstmals gewann FM Vjekoslav Vulevic das Birsecker Weekendturnier. Zweiter wurde Markus Hänggi und Andrew Lumsdon. Erstmals wurde der Anlass unter dem neuen Namen „Balosetti“ durchgeführt. Sponsoring von unserem Mitglied Roland Herzig. Am 30. November 2002 fand der Schachtag in Birsfelden statt. Wir wurden Zweite hinter der BSG.Zum Start des Jahres 2003 nahmen wieder einige Birsecker am Hilton Turnier teil. Herausragend war Philipp Willimann im 7. Rang des Amateurturniers. Noch besser war Dorian Jäggi am Jubiläumsturnier der Basler Schachgesellschaft 140 Jahre BSG, er gewann das Turnier vor IM Branko Filipovic. An der SEM in Silvaplana waren wieder einige Birsecker am Start. Bester Birsecker Resultat wiederum von Philipp Willimann auf dem 10. Rang im Hauptturnier 2. Im Juni reiste Bruno Zanetti nach Tschechien und wurde klassierte sich auf dem 5. Rang an int. tschechischen Eisenbahnermeisterschaften und wurde bester „Nicht-Tscheche“. In der SMM stiegen wir wieder in die 1. Liga auf. Im September fand das 5. Birsecker Jugendturnier statt. Sieger wurde Predrag Miletic vor Evgenyi Popov und Lukas Schaetti. Das Balosetti Weekend Turnier gewann FM Vjekoslav Vulevic. Zum Jahresabschluss wurden wir am Schachtag Zweiter hinter der BSG. Ein toller Sieg landete Dorian Jäggi am Weihnachtsturnier in Zürich.

Jaeggi,Dorian – GM Malakhatko,Vadim Weihnachtsturnier Zürich, 29.12.2003

1.c4 c5 2.Sc3 g6 3.g3 Lg7 4.Lg2 Sc6 5.Sf3 Sh6 6.e4 0–0 7.0–0 d6 8.d3 Sg4 9.h3 Sge5 10.Sxe5 dxe5 11.Le3 b6 12.a3 Lb7 13.Tb1 e6 14.b4 cxb4 15.axb4 Dc7 16.Dd2 Tfd8 17.Tfd1 Lf8 18.Se2 De7 19.b5 Sb8 20.Sc3 Dc7 21.Sa4 Sd7 22.h4 Sc5 23.Sxc5 Lxc5 24.h5 Td7 25.hxg6 hxg6 26.Lg5 f5 27.exf5 exf5 28.Lf6 f4 29.gxf4 Lxg2 30.Kxg2 exf4 31.De2 Kf7 32.Lc3 Db7+ 33.De4 Dxe4+ 34.dxe4 Tad8 35.Td5 Le7 36.Th1 Txd5 37.cxd5 1–0Am Neujahrsturnier 2004 nahmen wieder einige Birsecker teil. A

Am 2. Februar verstarb unser Ehrenmitglied Dr. Hans Schudel (1915 – 2004). Hans Schudel war auch Ehrenmitglied des Schweizer Schachbundes und der FIDE. Er war von 1957 bis 1961 Präsident des Schweizer Schachverbandes und gleichzeitig als Delegierter beim Weltschachbund (FIDE), dem er bis 1974 angehörte. In dieser Funktion hat er die jährlichen Kongresse in Basel 1963, Havanna 1966, Lugano 1968 und in San Juan 1969 organisiert. Als Mitglied des Schachklub Birseck und der BSG gewann er die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften und 1986 gewann er den Seniorentitel. Als seinen grössten Erfolg verbuchte Hans J.Schudel ausserdem hinter den Grossmeistern Vidmar und Euwe erzielten 3. Rang im Erwin-Voellmy Gedenkturnier in Basel 1952. Als Kunstschachfreund wurde er als Int. Schiedsrichter ausgezeichnet.

Einige Birsecker nahmen über die Ostertage am Lenkerturnier teil. Dorian Jäggi klassierte sich auf dem 6. Rang und erzielte das beste Resultat eines Birseckers am Lenker Turnier. Im Sommer nahmen einige Birsecker an der Schweizer Meisterschaften in Samnaun teil. Dorian wurde ausgezeichneter Zwölfter! 2004 war für Dorian ein tolles Jahr, er gewann mit den Basler Verkehrsbetriebe die SGM. Bruno Zanetti und Daniel Reist nahmen an der Eisenbahner Olympiade in Piestany (Slowakei) teil. Die Schweiz klassierte sich auf dem ausgezeichneten 8. Rang.Am 9. September 2004 starb unser Ehrenpräsident Paul Müller-Breil nach langer schwerer Krankheit.

Im Herbst fand das traditionelle Birsecker Weekend Turnier statt. Es gewann GM Ivan Nemet, der mittlerweile unsere Jugend trainierte. Im Januar 2005 spielten wieder einige Birsecker am Hilton Turnier mit. Bester Birsecker wurde Andreas Aerni, der im Amateurturnier Dritter wurde. Im Team Cup 2004/05 kamen wir mit Dorian Jäggi, Andrew Lumsdon, Bruno Zanetti und Hanspeter Marti bis ins Finale. Das Finale verloren wir leider gegen Zürich Wollishofen zuhause 1 – 3. Im Sommer spielten wieder einige Birsecker an der SEM in Saastal mit. Das Birsecker Balosetti Weekend Turnier gewann überraschend Stanislav Budisin. Nordwestschweizer Einzelmeister wurde Dorian Jäggi vor Bernhard Lutz. Hilton 2006 war das Jahr von Ruth Bohrer, die das Amateurturnier gewann! Im Januar organisierten wir das erste Qualifikationsturnier der Kategorien U14 und U12 in Münchenstein. Es nahmen über 100 Kids teil. Sieger wurde in der U14 Sebastien Muheim und in der U12 Gabriel Gähwiler. Wiederum reiste eine Gruppe zur Schweizer Meisterschaften, die diesmal in der Lenzerheide statt fand. Tobias Marti gewann das Hauptturnier 3 mit 6 ½ Punkten! Eine tolle Leistung! Das Balosetti Weekend Turnier gewann erstmals IM Branko Filipovic vor dem Vorjahressieger Stanislav Budisin. Zum Start des Jahres 2007 waren wieder einige Birsecker am Hilton Turnier anzutreffen. Erfreuliches vom Jugendschach Birseck König gewann das traditionelle Jugend Team Turnier in Therwil. Es spielten mit Benjamin Seitz, Eric Sommerhalder und Lukas Striebel. Bruno Zanetti wurde im im Juni 2007 in den Zentralvorstand des Schweizer Schachbundes gewählt als Vertreter des Breitenschachs. An den Schweizer Meisterschaften in Leukerbad gab es weniger Birsecker vor Ort. Erfreuliches vom Jugendschach Florian und Benjamin Seitz wurden vom Verband für die Jugend Europameisterschaften in Sibenik (Kroatien) selektioniert. Das Birsecker Balosetti Weekend Turnier gewann zum dritten Mal Fide Meister Vjekoslav Vulevic vor Andrew Lumsdon.Am 16. Dezember 2007 verstarb GM Ivan Nemet. Mit Ivan verloren wir einen grossartigen Schachfreund, der mit seiner offenen Art das Schachspiel auf wunderbare Weise Jung oder Alt näher bringen konnte. Es war uns eine grosse Freude mit ihm zusammen zu arbeiten und zu sehen, wie vor allem die jugendlichen Spieler von seinem Wissen und einfühlsamen Wesen profitieren konnten. Ivan war immer mit grosser Begeisterung beim Schach und bereicherte die Szene mit wunderbaren Angriffspartien. In der Analyse kommentierte er die Angriffszüge jeweils mit einem freudigen „Hurra“. An dieses Hurra werden wir uns zukünftig beim Ausführen eines Angriffszuges erinnern – fortan im Gedenken an Ivan. Ivan’s Partien.

IM Gereben,Erno – GM Nemet,Ivan SUI-JUG Arosa (1), 19721.c4 Sf6 2.Sc3 g6 3.d4 Lg7 4.e4 d6 5.Le2 0–0 6.Sf3 e5 7.0–0 Sc6 8.Le3 Sg4 9.Lg5 f6 10.Lh4 g5 11.Lg3 Sh6 12.dxe5 fxe5 13.Sd5 g4 14.Sd2 Sd4 15.Sb3 Sxe2+ 16.Dxe2 c6 17.Se3 Le6 18.f3 gxf3 19.Txf3 Txf3 20.gxf3 Sf7 21.Kh1 Df6 22.Sd2 Sh8 23.Sg4 Lxg4 24.fxg4 Sg6 25.Tf1 De6 26.h3 Lh6 27.b3 Lf4 28.Le1 a6 29.Sf3 b5 30.Tg1 bxc4 31.bxc4 Tb8 32.h4 Lh6 33.Df1 Le3 34.Tg3 Tf8 35.h5 Sh4 36.Dh3 Sxf3 37.Txf3 Lf4 38.Ta3 Kh8 39.Tc3 Tg8 40.g5 Dxh3+ 41.Txh3 Lxg5 42.Td3 Le7 43.c5 dxc5 44.Td7 Te8 45.Lc3 Lg5 46.Td6 Le3 47.Txc6 Ld4 48.Ld2 Tb8 49.Lg5 Kg8 50.Kg2 a5 51.Kf3 Tb2 52.a4 Tb3+ 53.Kg4 Le3 ½–½

IM Oliver Kurmann: „Ein aussergewöhnlicher Angriffspieler“ Mit Ivan verlieren wir neben einem der wenigen Grossmeister in der Schweiz auch einen wunderbaren Menschen mit einer offenen Art, einen begeisterten Förderer des Jugendschachs und einen aussergewöhnlichen Angriffsspieler. Ivan Nemet entzückte mit seinen tollen Angriffspartien so manchen Schachfan. Dank seiner aussergewöhnlichen Kreativität konnte er sich erlauben – ähnlich wie Mikhail Tal – auch einmal nicht ganz korrekte Fortsetzungen zu spielen. Die meisten Gegner brachten früher oder später unter dem grossen Druck zusammen.

Nemet,Ivan – Rajkovic,Dusan [A75] Novi Sad, Jugoslawien 1975 [Kurmann,Oliver]

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 c5 4.d5 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.Sf3 Lg7 8.Le2 0–0 9.0–0 a6 10.a4 Lg4 11.Sd2 Lxe2 12.Dxe2 Sbd7 13.Sc4 Sb6 14.Se3 De7 15.a5 Sbd7 16.Sc4 Se5 17.Sxe5 Dxe5 18.f4 De7 19.Ld2 Tfe8 20.Tae1 Sd7 21.Kh1 b5 22.axb6 Sxb6 23.Dd3 Db7 24.e5 dxe5 25.f5 c4 26.De4 Sd7 27.Lc1 Tac8 28.Dh4 f6 29.fxg6 hxg6 30.Lh6 In einem Benoni hat Nemet mit e4-e5 nebst f4-f5 einen Bauern geopfert. Doch damit noch nicht genug … 30…f5

Bild 7 Nemet - Rajkovic

31.Se4!! Nur ein Figurenopfer … 31…fxe4 32.Lxg7 Kxg7 33.Tf7+! Wunderbar! Für eine offene Linie braucht es ja nur ein Schwerfigur. Mit den übrigen gebliebenen drei Angriffsfiguren (Dame,Turm,Bauer) geht Nemet dem König an den Kragen. 33…Kxf7 34.Dh7+ Kf6 35.Tf1+ Kg5 36.h4+ Kg4 37.Dxg6+ Kxh4 38.Dh6+ Kg4 39.Dh3+ Kg5 40.Tf5+ 1–0

Tomislav Rakic – Ivan Nemet [B23] Belgrad 1966 [Kurmann,Oliver]
1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Sge2 Sf6 4.g3 d5 5.exd5 Sd4! Nach dem wünschenwserten 6. Sg2 folgt nun 6. … Lg4 und Schwarz besetzt das wichtige Feld f3. 6.Sxd4 cxd4 7.Sb5 a6 8.Sxd4 e5 9.Sb3 Dxd5 10.f3 h5 11.c4 Dc6 12.De2 Le6 13.d4 e4 14.d5 exf3 15.dxc6 fxe2 16.Lg2 b6 17.Lg5 0–0–0 18.Tc1 Lb4+ 19.Kxe2 The8 20.Lxf6

Bild 8 Rakic - Nemet

Es stehen verlockende Abzugsschachs zur Auswahl, allerdings besteht die Gefahr, dass sich Schwarz „veropfert“. Schliesslich sind wir schon im Endspiel angelangt.20…Lxc4+ Wenn das nicht durchschlägt hängen am Schluss der Lc4 und der Td8. 21.Kf2 Eine weisse Katastrophe wäre natürlich 21. Kf3 Td3+ 22. Kf4 Lxb3 21…Td2+!! Hurra!

Bild 9 Nemet

22.Kg1 [22.Sxd2? Lc5+ 23.Kf3 Le2+ 24.Kf4 Le3+ 25.Kf5 g6#] 22…Lxb3 23.Lg5 Lc2! diese erneut hübsche Pointe beendet die Partie. Dank der Schliessung der c-Linie droht Nemet nun mit verheerenden Läuferschachs auf c5 und d3. 24.Lh3+ [24.Lxd2 Lc5+ 25.Kf1 Ld3#] 24…f5 25.Lxd2 Lc5+ 26.Kg2 Le4+ 27.Kf1 Ld3+ 28.Kg2 Te2+0–1

Als Ersatz für das Hilton-Open organisierte der Schachklub Bir­seck ein Neujahrturnier mit langer Ka­denz. Das Turnier war zugleich ein Gedankanlass für den verstor­benen Grossmeister Ivan Nemet, der bis am Schluss die Junioren des SKB betreut hatte. Das Turnier gewann überra­schend der Isländer Oskar Bjar­nason mit 5½ Punkten vor FIDE Meister Vjekoslav Vulevic und dem Basler Niklaus Giertz, die beide ebenfalls auf 5½ Punkte aus 7 Runden kamen. IM Branko Filipovic gewann den Schönheits­preis «Ivan Nemet» mit dem Sieg gegen Andrew Lumsdon. Der Riehener Junior Eric Sommerhal­der glänzte mit Kampfgeist: Er remisierte und schlug höher do­tierte Gegner! Mit seinen tollen Leistungen verdiente er sich den Jugendpreis «Ivan Nemet». Nachdem Neujahrsturnier organisierten wir das zweite Qualifikationsturnier der Schweizer U10/U12/U14 Schweizer Meisterschaften in Münchenstein. In der Kategorie gewann der Birsecker Sébastien Muheim! Es nahmen wieder über 100 Kids bis 14 Jahre teil. Erfreuliches vom Jugendschach Birseck wurde Dritter in der Jugend Schweizer Meisterschaften! Im Sommer gewann Gérard Nüesch das stark besetzte Martigny Open.

GM Sokolov,Andrei (2561) – Nüesch,Gerard (2259) [C07] [Gérard Nüesch]

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sd2 c5 4.Sgf3 cxd4 5.Sxd4 Sc6 6.Lb5 Ld7 7.Sxc6 bxc6 8.Ld3 energischer ist der Aufbau mit zunächst Ld6 und Dc7. 8…Se7 9.0–0 g6 in fünf Referenzpartien zu dieser Stellung wurde jeweils 9. … Sg6 gezogen. Darauf befürchtete ich den Vormarsch des f-Bauern in der Variante. 10. f4 Lc5+ 11. Kh1 0–0 12. f5 exf5 13. exf5 Se5 14. f6 doch im Nachhinein scheint diese Sorge nicht begründet. 10.Sb3 Lg7 11.c3 0–0 12.Le3 e5 13.Lc5 einfach und gut 13. Sc5 13…f5 gegen den Vorposten auf c5 wirft der Nachziehende seine Bauernmasse im Zentrum in die Waageschale. 14.f3 Tf7 15.De2 Dc7 16.Tad1 Te8 17.Lb4 h5 das taktische Motiv fxe4 fx4 Lg4 soll Weiss zu einer Entscheidung im Zentrum bewegen. 18.Sc5 a5 [18…fxe4 19.fxe4 Lg4 20.Txf7! und die Abwicklung 20…Lxe2? 21.Txg7+ Kxg7 22.Se6+ Kf7 23.Sxc7 Lxd1 24.Sxe8 Kxe8 führt in ein verlorenes Endspiel] 19.La3 Da7 20.Kh1 fxe4 21.Sxe4 der entscheidente Fehler. Notwendig war. [21.Lxe4 und nun 21…Lf5 22.Lc2 Lxc2 23.Dxc2 Sf5 24.Tfe1 mit Chancen auf beiden Seiten.] 21…dxe4 22.Lc4 e3 [wahrscheinlich noch stärker: 22…Sd5 23.fxe4 Lg4] 23.Lxe7 [mehr Widerstand bot: 23.Lxf7+ Kxf7 24.Lc5 Dxc5 25.Txd7] 23…Texe7 24.Td6 Kh7 25.Lxf7 Txf7 dem Läuferpaar plus Störenfried auf e3 hlt die weisse Stellung nicht stand. Der Rest der Partie steht unter dem Motto „jetzt bloss nichts anbrennen lassen“ 26.Te1 Dc5 27.Ted1 Lf5 28.b4 axb4 29.cxb4 Dc3 30.a4 Dxb4 der freche Freibauer wird seinem Schicksal überlassen, dafür verschwinden zwei potentielle Spielverderber am Damenflügel. 31.Dxe3 Dxa4 32.Dc5 Tc7 33.Db6 Tc8 34.h3 h4 35.Tc1 e4 36.Df2 exf3 37.Dxf3 De4 38.Df2 Tb8 39.Te1 Tb1 40.Tdd1 Txd1 41.Txd1 Le5 42.Kg1 Da4 43.Df3 c5 44.Dd5 verkürzt die Partie nur unwesentlich – der Freibauer stand bereit, in Richtung erste Reihe eskortiert zu werden. 44…Ld4+ 0–1

Im August fand das Jubiläumsturnier vom Schach Klub Muttenz statt, wo einige Birsecker mitmachten. Bruno Zanetti nahm an den Eisenbahner Olympiade in Tschechien teil. Erfreuliches von der SMM nach einigen Jahren in der 1. Liga durften wir am Aufstiegsspiel zur NLB antreten. Das Balosetti Weekend Turnier wurde zum BALANZ Turnier, das Turnier wurde weiterhin von Roland Herzig unterstützt. Neuer Name alter Sieger, es gewann FM Vjekosla Vulevic. Zum Abschluss des Jahres gewannen wir den Nordwestschweizer Schachtag in Niederdorf!Anfangs 2009 nahmen wieder einige Birsecker am Hilton Turnier teil. Erfreuliches gab es zu berichten in der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft. Wir stiegen in die 2. Bundesliga auf. Am Jugend Team Turnier in Therwil holten unsere Junioren den 2. Rang. Bruno Zanetti trat im 2009 aus dem Zentralvorstand beim Schweizer Schachbund zurück. Im traditionellen Bieler Turnier gewann unser Junior Benjamin Seitz das allgemeine Turnier mit 8 aus 9. Ein grosser Erfolg für unseren Junior. Das BALANZ Weekend gewann Torsten Schmitz aus Deutschland. Wie in der SGM gelang es uns für das Aufstiegsspiel zu qualifizieren. Wir gewannen 5 – 3 gegen Vevey auswärts und kehrten in die NLB zurück, somit waren wir in beiden Mannschaftswettbewerben in der zweithöchsten Liga vertreten.

2010 bis heute

Das Neujahrsturnier im Hilton wurde neu von Peter Erismann, Heinz Wirz und Bruno Zanetti organisiert. Bester Birsecker wurde Zoran Bojic der Zweiter wurde im Seniorenturnier. Ende Januar reisten einige Birsecker nach Gibraltar zum Schachfestival. Im Vorjahr waren wir zu Dritt Andrew Lumsdon, Andreas Aerni und Bruno Zanetti. Neu dabei waren Nadja Reci, Eric Sommerhalder, Benjamin Seitz, Matthias Frey und Alexander Lipecki. Eric Sommerhalder holte sich am Challenger Turnier bis ELO 2250 ein Preisgeld! An den Schnellschach Schweizermeister-schaften wurde Benjamin Seitz Dritter in der U18-Kategorie! In der Schweizerischen Gruppenmeisterschaften wurden wir in der 2. Bundesliga Dritter. Am Jugend Team Turnier in Therwil gewann das Team Birseck Nemet in der obersten Kategorie! Die Schweizer Einzelmeisterschaften waren wieder in der Lenzerheide und einige Birsecker nützten diese Gelegenheit an diesem Ort gemeinsam mitzuspielen. Andi Aerni klassierte sich auf dem ausgezeichneten 12. Rang im Hauptturnier 1 mit 6 Punkten. Nadja Reci klassierte sich auf dem 16. Rang im Hauptturnier 3.Nach Benjamin Seitz konnte der nächste Junior das allgemeine Turnier in Biel gewinnen! Er gewann das Turnier solo mit 7 ½ Punkten aus 9 Partien. Das BALANZ Weekend Turnier gewann IM Branko Filipovic vor FM Vjekoslav Vulevic. Zum Jahresabschluss gewannen wir den Schachtag in Riehen vor Riehen. Am Schachfestival Basel 2011 waren wieder einige Birsecker am Start. Am Seniorenturnier gab es für Birseck zwei Podestplätze. Zweiter wurde Zoran Bojic und Dritter Ernst Fatzer. Am Blitzturnier gewann Benjamin Seitz gegen GM Etienne Bacrot! Eine seltene Niederlage gegen einen titellosen Spieler. Einige Birsecker waren wieder in Gibraltar dabei. Höhepunkt war der Sieg von Andreas Aerni gegen die frühere Weltmeisterin GM Antoaneta Stefanova.

Aerni,Andi (2182) – GM Stefanova,Antoaneta (2546) [C47]

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.d4 exd4 5.Sxd4 Lb4 6.Sxc6 bxc6 7.Ld3 d6 8.0–0 Sg4 9.h3 Se5 10.f4 Sxd3 11.Dxd3 a5 12.Dg3 Df6 13.f5 Lc5+ 14.Kh1 Ld4 15.Lg5 De5 16.Lf4 Dc5 17.e5 La6 18.exd6 Lxf1 19.Te1+ Kf8 20.Txf1 Dxf5 21.Df3 g5 22.Dxc6 Kg7 23.Dc4 c5 24.Le3 Dxf1+ 25.Dxf1 Lxe3 26.Df5 The8 27.Se4 Lf4 28.g3 Lc1 29.d7 Te6 30.Sxg5 Te1+ 31.Kg2 Lxb2 32.Dxf7+ Kh6 33.Se6 Te2+ 34.Kf3 Txc2 35.d8D Txd8 36.Sxd8 Ld4 37.Df4+ Kg7 38.Se6+ 1–0

Highlight des Jahres war natürlich der Team Cup, wo es zwei Birsecker Mannschaften ins Finale brachte. Das Team Birseck Breite mit Benjamin Seitz, Ernst Fatzer, Lukas Schaetti, Renzo Rotundo und Ruth Bohrer wurde überraschend Team Cup Sieger 2011!

Wyss,Jonas (2307) – Rüfenacht,Matthias (2332) [B19] Birseck Nemet – Grischuna

1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 5.Sg3 Lg6 6.h4 h6 7.Sf3 Sd7 8.h5 Lh7 9.Ld3 Lxd3 10.Dxd3 e6 11.Lf4 Da5+ 12.Ld2 Lb4 13.c3 Le7 14.c4 Dc7 15.0–0–0 Sgf6 16.Kb1 b5 17.Tc1 bxc4 18.Dxc4 Tc8 19.The1 Sd5 20.Se5 Sxe5 21.dxe5 0–0 22.Te2 Kh8 23.f4 Db6 24.f5 Db5 25.Dg4 Tb8 26.Tc2 Dd3 27.Kc1 Txb2 28.Txb2 La3 29.Le1 Se3 30.Da4 Td8 31.Ted2 Lxb2+ 32.Kxb2 Tb8+ 33.Db3 Sc4+ 34.Kc1 Txb3 35.Txd3 Txd3 36.fxe6 fxe6 37.Kc2 Te3 38.Lf2 Txe5 39.Lxa7 Ta5 40.Ld4 Txa2+ 0–1

Seitz,Benjamin (2099) – Burnier,David (2324) [D95] [Seitz, Benjamin]

Ähnliche Ausgangslage wie im Viertelfinale: Wir bekamen die schwächere Mannschaft von Vevey zugelost, so war an den Bretter 2 bis 4 keine Mannschaft klar zu favorisieren, also sollte wieder Brett 1 entscheidend sein. Auch bei der Farbauslosung war das Glück auf meiner Seite. Ich durfte mit Weiss spielen und mein Gegner spielt Königsindisch und selten Grünfeldindisch, beides Eröffnungen gegen die ich bisher gut punktete 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 Eine erste kleine Überraschung für mich, da mein Gegner häufiger zur königsindischen Verteidigung greift. Daher wollte ich mich nicht auf ein Theorieduell mit 4.cxd5 einlassen und wählte eine ruhige Variante des geschlossenen Grünfeldindisch [3…Lg7 4.e4 führt zu Königsindisch] 4.Sf3 Lg7 5.e3 0–0 6.Db3 c6 Dieser Zug wird als sehr ruhig betrachtet, daher überraschte es mich, dass mein Gegner trotz einigem Zeitverbrauch nicht eine Variante mit mehr Komplikationen wählte [6…dxc4 7.Lxc4 Sc6 8.Le2 ist eine andere, häufig gespielte Möglichkeit] 7.Ld2 dxc4 [7…e6 wird vor allem von starken GMs häufiger gespielt] 8.Lxc4 b5?! Schwarz gewinnt Raum, doch die Praxis hat schon mehrfach gezeigt, dass der Raumvorteil den rückständigen Bauern auf c6 nicht kompensieren kann 9.Le2 Le6 10.Dc2 a5 11.0–0 Sa6 versucht den Springer via b4 ins Spiel zu bringen 12.Se4 Sxe4 13.Dxe4 Ld5 14.Dc2 Weiss droht bereits e3-e4 mit sehr guter Stellung 14…f5 Damit e3-e4 trotzdem möglich wird, muss der Ld5 an den König gefesselt werden, dafür muss der weisse Läufer auf c4, also 15.a4! b4 16.Tac1! Noch ein Zwischenzug, da Weiss nach einem Abtausch auf d5 die c-Linie kontrollieren will. Falls die Läufer nicht auf d5 getauscht werden, steht der Turm dennoch auf c1 sehr gut, da er Druck auf c6 ausübt 16…Dd7 [16…Sc7!? bringt den Springer ins Spiel 17.Lc4 Se6 (17…Tc8 18.Lxd5+ (18.e4 fxe4 19.Dxe4 Se6!? 20.Dg4 Lxc4 21.Txc4 Dd5 22.b3 c5 23.dxc5 Sxc5=) 18…Sxd5 (18…cxd5 19.Dc6 Tf6 20.Db7 Td6 21.Tc5±) 19.e4 fxe4 20.Dxe4²) 18.Lxd5 cxd5 19.Dc6 Dd6 20.Dxd6 exd6 21.Tc6 Tfd8 22.Tfc1²] 17.Lc4 Tfc8 18.e4!± Die weisse Stellung beginnt sich zu entfalten, während der Ta8 und der Sa6 von Schwarz keine Aussicht auf eine baldige Spielbeteiligung haben 18…fxe4 19.Dxe4 Lxc4?! Danach hat Schwarz keine Möglichkeit mehr den Sa6 zu befreien [Auch hier war daher 19…Sc7! besser 20.Tfe1 e6 21.Se5 Dd6 22.De2± allerdings steht auch so Weiss klar besser] 20.Txc4 Dd5 21.Dc2 b3 22.Dc3! Praktisch gesehen der beste Entscheid. Weiss gibt Schwarz nicht das geringste Gegenspiel. Die Dame greift von c3 alle schwarzen Bauernschwächen am Damenflügel an und der Turm auf a8 bleibt passiv [Theoretisch gesehen wäre 22.Dxb3 besser gewesen. Fritz zeigt die Variante 22…Tab8 23.Dc3 Txb2?! 24.Dxb2 Dxc4 25.Tc1! Dd3 26.Db7 Tb8 27.Dxc6+- droht Lxa5 als auch De6+ nebst Sg5] 22…c5 23.Tc1 Db7? Noch ein passiver Zug kann Schwarz sich nicht leisten, allerdings fällt es schwer besseres für Schwarz zu finden [23…Td8 24.Le3 (24.Dxb3 cxd4 25.Lxa5 Sc5 26.Da3 Txa5 27.Txc5 Txc5 28.Txc5±) 24…Tdb8 (24…Sb4? 25.Txc5+-; 24…Tac8? 25.Dxa5+-) 25.Dd2 (25.Dxa5?! Sb4 26.Dxc5 Dxc5 27.dxc5 Sd3 28.c6 Sxc1 29.Lxc1 Tc8÷) 25…cxd4 26.Lxd4 e5 27.Le3 Dxd2 28.Sxd2 Sb4 29.T1c3 Sd5 30.Txb3 Txb3 31.Sxb3 Tb8 32.Sxa5 Txb2 33.h3±] 24.De3!+- greift sofort die schwachen Zentrumsfelder an. Es droht bereits De6+ mit Gewinn 24…Kh8? [Am besten war 24…Dd5 doch nach 25.Lxa5± hat Weiss einfach einen Mehrbauern] 25.De6 droht Sg5 [25.dxc5! wäre noch besser gewesen, doch ich übersah den nächsten Zwischenzug 25…Lxb2 26.c6! (26.Lc3+? Lxc3 27.Dxc3+ Kg8 28.c6 Db6 29.Se5 ist immernoch besser für Weiss, aber bei weitem nicht so klar wie die Hauptvariante) 26…Da7 (26…Db8 27.Th4! droht Dh6 mit Matt 27…e6 (27…Lxc1?? 28.Dh6) 28.Dxe6 Ta7 (28…Lxc1?? 29.Lc3+) 29.Sg5 Te8 30.Dxg6 Tee7 31.Tb1 Le5 32.Le3 Tac7 33.f4 Lc3 34.Dd3+-) 27.Lc3+ Lxc3 28.Dxc3+ Kg8 29.Dxb3+-] 25…Tc6 26.De4 Tac8 27.Se5 T6c7?? verliert direkt [¹27…Tb6 28.De3!?+- und es hängt sowohl c5 als auch a5; 27…Lxe5 28.Dxe5+ Kg8 29.d5 Tf6 30.Lxa5 Dd7 31.Lc3+-] 28.Sf7+ Kg8 29.De6 Kf8 30.Sg5 Schwarz gibt auf, die 2,5–0,5 Führung für uns, daher gleichzeitig die Finalqualifikation![30.Sg5 Ke8 31.Df7+ Kd7 32.Dxg7+-] 1–0

Erfreuliches vom Jugendschach an den Schweizer Schnellschachmeisterschaften klassierte sich Eric Sommerhalder auf dem 2. Rang und Benjamin Seitz wurde Vierter in der U18 Kategorie! Das BALANZ Weekend Turnier gewann IM Branko Filipovic vor Benjamin Seitz. Am Schachtag wurden wir Zweite hinter dem souveränen Sieger Riehen. Am Neujahrsturnier 2012 im Hilton nahmen wieder einige Birsecker teil. Am Team Cup waren wir erneut im Final, leider verlor das Team Birseck Nemet gegen den Favorit Zürich Réti 2 – 2 nach Brettwertung, da GM Sebastian Bogner am ersten Brett gewann. Im Mai reisten Daniel Reist und Bruno Zanetti zur Eisenbahner Olympiade nach Albena (Bulgarien). Das BALANZ Turnier gewann einmal mehr FM Vjekoslav Vulevic vor IM Bela Toth und Zeljko Stankovic. Im Oktober gab es ein spezieller Eisenbahner Anlass in Potsdam auf Einladung der deutschen Bahn pro Land startete ein Leuchtturm für die Schweiz IM Oliver Kurmann, sowie drei Jugendliche Lars Rindlisbacher, Patrik Grandadam und Laura Störi, sowie vier Eisenbahner dabei waren die Birsecker Bruno Zanetti und Daniel Reist. Leuchttürme who is who GM Anatoli Karpow (Russland), GM Nigel Short (England), GM Jan Timman (Niederlande), GM Dr. Robert Hübner (Deutschland), GM Vlastimil Hort (Tschechien), GM Stefan Kindermann (Oesterreich), GM Darius Swiercz (Polen) und für die Lasker Gesellschaft spielte IM Elisabeth Pähtz. Am Neujahrsturnier im Hilton 2013 kam es schon in der 1. Runde zu einem Birsecker Paukenschlag als Zeljko Stankovic gegen GM Romain Edouard (ELO 2686) remisierte und Eric Sommerhalder den höher dotierten FM Bernhard Lutz schlug!

GM Edouard,Romain (2686) – Stankovic,Zeljko (2212) [B48]

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sc6 5.Sc3 Dc7 6.Le3 a6 7.Dd2 Sf6 8.0–0–0 Le7 9.f3 0–0 10.g4 b5 11.g5 Sh5 12.Sce2 Td8 13.Sg3 Sxd4 14.Dxd4 Sf4 15.Tg1 Lb7 16.Dd2 e5 17.Lxf4 exf4 18.Sf5 d5 19.e5 Lc5 20.Tg4 Dxe5 21.Dxf4 Dxf4+ 22.Txf4 Te8 23.b4 Lf2 24.Kb2 Lc6 25.Tg4 Kf8 26.Sd4 Ld7 27.Tg2 Te1 28.Txe1 Lxe1 29.a3 Tc8 30.Sb3 Lc3+ 31.Ka2 d4 32.Sc5 Lc6 33.Tf2 Ld5+ 34.Kb1 Tc6 35.Ld3 h6 36.Te2 Td6 37.gxh6 gxh6 38.Le4 Lxe4 39.Sxe4 Tc6 40.Ka2 Kg7 41.Tg2+ Kf8 42.Tg4 Ld2 43.Sc5 Lc3 44.Tf4 Tg6 45.Kb3 Ke7 46.Se4 Tc6 47.Tf5 Le1 48.Td5 Lc3 49.Te5+ Kd7 50.Tc5 Tg6 51.Sxc3 dxc3 52.Kxc3 Tf6 53.Td5+ Ke6 54.Td3 Tf4 55.Kb3 Th4 56.Td2 Th3 57.Tf2 Kd5 58.c3 f5 59.Kc2 Ke5 60.Kd3 Kf4 61.a4 ½–½

Lutz,Bernhard (2348) – Sommerhalder,Eric (2054) [D06] [Mihajlo Stojanovic]

1.d4 d5 2.c4 Lf5 3.cxd5 Lxb1 4.Da4+ c6 5.Txb1 Dxd5 6.Sf3 Sd7 7.b4 e5 8.dxe5 Sxe5 9.Sxe5 Dxe5 10.b5 Td8! muss aktiv spielen, sonst sind die weissen Läufer überlegen 11.Ld2 Dd5! 12.Lc3 Sf6! 13.bxc6 bxc6 14.f3 Lc5! 15.e4 Dg5! 16.Dxc6+ Sd7 17.Ld2 Dh4+! provoziert neue schwächen 18.g3 Dh5 19.Le2 0–0 20.Tb5 De5 21.Dd5? [Einziger Zug 21.Kf1 a6 22.Ta5 (22.Tb1 Sb8) 22…Da1+ 23.Kg2 Db2 24.Td1 Lb4 25.Td5 Sf6 26.Dc1 Dxc1 27.Lxc1 Sxd5 mit Vorteil Schwarz] 21…Da1+ 22.Ld1 Se5! 23.Db3 Dd4! 24.De3 Sd3+ 25.Kf1 Dxe3 0–1

Im Januar reisten Andreas Aerni, Alexander Lipecki, Nadja Reci und Bruno Zanetti nach Gibraltar. Andreas Aerni durfte sich in der 1. Runde mit der amerikanischen Schachlegende GM Gata Kamsky messen und remisierte! Am Challenger Turnier bis ELO 2250 holte sich Bruno Zanetti einen Spezialpreis bis ELO 2050.

Aerni,Andreas (2206) – GM Kamsky,Gata (2740) [B22]

1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.d4 cxd4 5.Sf3 Sc6 6.cxd4 d6 7.Lc4 Sb6 8.Lb5 Ld7 9.e6 Lxe6 10.Sg5 Ld5 11.Sc3 e6 12.0–0 Le7 13.Dh5 Lxg5 14.Lxg5 Dd7 15.a4 a6 16.a5 axb5 17.axb6 0–0 18.Lf6 gxf6 19.Dg4+ Kh8 20.Sxd5 f5 21.Dh4 exd5 22.Df6+ Kg8 23.Dg5+ Kh8 24.Df6+ Kg8 ½–½

Zanetti,Bruno (2030) – Janev,Pavel (2126) [A40] [Zanetti,Bruno]

1.d4 e6 2.c4 b6 3.Sc3 Lb7 4.e4 Lb4 5.Ld3 f5 6.De2 normal Dc2, wollte kreativ spielen gegen den jungen Bulgaren. 6…Sc6 7.Sf3 fxe4 8.Lxe4 Sf6 9.0–0 Lxc3 [9…Sxe4 10.Sxe4 0–0 11.d5 exd5 12.cxd5] 10.Lxc6 Lxc6 11.bxc3 0–0 12.Se5 Lb7 13.Lg5 De8 14.f3 fühlte mich wohl, aktiver Springer Türme verbunden. 14…La6 15.Tfe1 Kh8 16.a4 d6 17.Lxf6 Txf6 18.Sg4 Tg6 19.a5 Dc6 20.Se3 Lb7? 21.a6 Lc8 22.Sd5!? Dd7 23.De4

Bild 10 Zanetti

simply chess 23…Tb8 24.Sb4 b5 25.c5 d5 26.Sxd5 Bauer weg und Schwarz hat immer noch kein Raum. 26…Df7 27.Sb4 Ld7 28.Sd3 Tf6 29.Se5 De8 30.Tab1 c6 31.c4 Dc8 32.Tb4 Le8 33.Ta1 h6 34.cxb5 Txb5 35.Txb5 cxb5 36.c6 g5 37.g3 Kg7 38.Tc1 Dc7 [38…Dxa6 39.Sg4] 39.Tc5 Da5 40.c7 Da1+ 41.Kg2 g4 42.Sxg4 Lg6 43.De5 Db2+ 44.Kh3 1–0

Im Sommer wurde die Küche im Klublokal renoviert, da wir einen Wasserschaden hatten, nutzten wir die Renovation auch mit einem neuen Anstrich. Handwerkerin war Nadja Reci die Regie führt und der Präsident unterstützte Sie, sowie Frank Weidt, Ruedi Radlingmayr und Andrea Huber. Rechtzeitig zum BALANZ Turnier war der Umbau abgeschlossen. Es gab einen neuen Teilnehmerrekord, es kamen 48 Spieler zum BALANZ Turnier. Mit Benjamin Seitz gab es sogar ein Birsecker Sieg! Frank Weidt wurde Dritter! Zum Jahresabschluss am Schachtag gewannen wir den Schachtag in Birsfelden vor Riehen und dem Schach Klub Roche.

Im 2014 gab es Höhen und Tiefen. In der SMM stieg unsere erste Mannschaft in die 1. Liga ab. Erfreulich waren die Siege von Eric Sommerhalder und Benjamin Seitz gegen die Internationalen Meister Hannes Rau und Branko Filipovic.  Im Sommer nahmen über 80 Kids am Ferienpass Basel teil. Das Balanz Turnier im Herbst  hat der Therwiler Marc Jud gewonnen. Zum Abschluss des Jahres triumphierten wir erneut am Nordwestschweizer Schachtag vor Roche und Riehen.

Das Jubiläumsjahr war ein tolles Jahr mit einigen Höhepunkten. Wir veranstalteten unter anderem ein regionales BlitztDSC_0158urnier, sowie ein Schnellschach Turnier und das Bundesturnier in Münchenstein. Das Blitz Turnier gewann GM Mihajlo Stojanovic, das Schnellschachturnier konnte Hanspeter Marti für sich entscheiden. Vor dem Bundesturnier luden wir die Mitglieder zum Simultanspiel gegen den amtierenden Schweizer Meister GM Yannick Pelletier ein. Am Bundesturnier hatten wir 288 Teilnehmer, was ein Riesenerfolg war. Sieger wurde GM Mihajlo Stojanovic und GM Joe Gallagher. Besonders erfreulich war der Sieg im Hauptturnier von unserem Mitglied Carlos Amado-Blanco.

Amado-Blanco-15-1

Das BALANZ Turnier gewann Frank Weidt und somit wieder ein Mitglied unseres Vereins. Im Laufe des Jahres gab es eine Gesamtwertung von allen Turnieren. Diese Wertung gewann Eric Sommerhalder. Am Schachtag wurden wir in Birsfelden Zweiter hinter Birsfelden beider Basel Rössli und im Team Cup erreichten wir das Finale gegen Echallens, welches wir leider knapp mit einem 2 – 2 verloren haben, da Echallens die bessere Brettwertung für sich verzeichnen konnte.