Sonntag, den 21. Februar 2010 um 19:31 Uhr

SEM Leukerbad 2002 Featured

Written by Bruno Zanetti
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SEM Leukerbad, 11. - 19. Juli 2002

Roland, Philipp, Bruno, Albi und Dorian sowie die Neuen Daniel Reist, Ralph Buss und Anton Allemann bildeten den aktiven Kern der Gruppe, die sich wie immer an SEM-Anlässen am Ort des Geschehens einfinden. Trudi und Pio waren für das leibliche Wohl besorgt. Den Tross bildeten Christian, Irene und Felix. Bruno und Albi waren in gerade in der oberen Hälfte der Startrangliste eingeteilt und erhielten so in der ersten Runde mit GM Vogt und IM Raetsky starke Gegner zugepaart. Unsere übrigen HT1ler konnten es etwas ruhiger angehen lassen. Ralph nutzte dies zu einem Blitzstart mit 3 Siegen in Folge als Höhepunkt der Sieg gegen IM Cherniaev (ELO 2509). Dorian wies nach 4 Runden 4 remis gegen schwächer kotierte Gegner und ein ELO-Minus auf. Wie war der Stand nach vier Runden bei seinen Kollegen? Ralph mit 3.5 weiterhin in der Spitzengruppe, Anton, der in der dritten Runde den Schachkünsten von WGM Peptan erlag, mit 2.5, Daniel, Albi und Bruno mit je 1.5. In den beiden nächsten Runden erwachte vor allem Dorian, fügte 2 Siege hinzu, was seinen Vater zu gewagten Hypothesen verleitete, ein Rekord mit 7 Punkten schien greifbar, lag sozusagen in der Luft, hätte ihm einen Platz unter den ersten 6 sichern müssen. Dass es ihm schliesslich mit 5.5 Pkt. immerhin gelang, sein Resultat aus Pontresina zu wiederholen, war sehr gut, aber ein Elo-Verlust liess sich nicht mehr abwenden. Ralph, der unter einem zwischenzeitlichen Tief litt kam wie Dorian auf 5.5. Anton, der gegen FM Kamber remisierte und eine Runde vor Schluss noch Anwärter auf den Juniorentitel war, auf 5. Albi tiefgründiger Sizilianer 4.5, Bruno kompromisslos und Daniel als Stratege auf je 4. Unsere beiden Teilnehmer im HT2 mit total verschiedenen Fortschritten. Hier der seine Siege sorgfältig mit vorangehenden Remisen vorbereitende Philipp - remis, remis, remis, 1, remis, remis 1 - dort ein zunächst den Absturz probender Roland, der dreimal verlor und danach viermal gewann und sich wie Philipp einen Platz in der vorderen Hälfte sicherte. Die 'Vorbereitung' zu den einzelnen Runden waren abendliche Differenzler und Quadroschachpartien, die auf hohem Niveau und mit beträchtlichem Risiko ausgetragen wurden. Christian griff ebenfalls in das Geschehen ein. Nur Ralph und Anton zogen sich in diesen Phasen zur mehr schachbezogenen Vorbereitung zurück. Und auch die übrigen, sollen ab und zu einen Gedanken an ihren nächsten Gegner verschwendet haben. Letzteres wurde mir glaubwürdig versichert. Da ich wie Trudi und Pio, zusammen mit Irene einige Zeit auf Ausflügen war, hatte ich keinen totalen Einblick in das Geschehen am Schachbrett, nahm vieles mehr als Eindruck wahr. Interessant waren eine Führung durch den Kurort, den einige von uns besuchten. Schön die gemeinsamen Nachtessen, auch wenn der Weg meist durch den Regen führte. Sonnig der Freitag. Der Weg auf die Gemmi. Herüberwinken der 4000er, kühner Flug der Dohlen, herabhüpfen auf den Tisch und weg gehts im Flug mit dem Brotstück. Blumen glänzend im Gras. Felswände unter uns, Bäche, Lärchen. Aus braunen Häusern gefügt in der Tiefe das Dorf.

Felix Jäggi

Bruno Zanetti

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